Engt Zusammenleben ein?

15. Februar 2005, 19:27
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Laut einer deutschen Umfrage nervt mehr Männer als Frauen ständiges Zusammensein

München - Viele Paare nervt das Zusammenleben: 45 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen erklärten bei einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift "freundin", sie fühlten sich eingeengt, wenn ihre Partnerin beziehungsweise ihr Partner ständig um sie herum ist. Die Mehrheit sieht die erste Zeit des Zusammenlebens als Eignungstest an: 59 Prozent der Männer und 52 Prozent der Frauen glauben, dass man erst dann weiß, ob man "reif für eine Ehe" ist.

Kompromisse schließen

Zwei Drittel der Befragten zeigten sich realistisch. Um in einer gemeinsamen Wohnung glücklich zu werden, müsse man ziemlich große Kompromisse machen, meinten 67 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen. Jeder zweite Mann (50 Prozent), aber nur 43 Prozent der Frauen halten tägliche Streitigkeiten beim Zusammenleben für eine Belastung der Beziehung. Das gilt besonders für die Haushaltskasse: Erst beim Thema Geld zeige sich, ob man wirklich zusammenleben kann, meinten 58 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer.

Spaß, Sex, Kontrolle

Viele versprechen sich aber auch mehr Spaß vom Zusammenziehen: 34 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen meinen, wer sich mit der/dem PartnerIn eine Wohnung teilt, hat mehr Sex. Nur vier Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen mögen an der gemeinsamen Wohnsituation, dass sie ihren Partner dabei besser unter Kontrolle haben. Auch getrennte Schlafzimmer sind nur selten gefragt. 18 Prozent der Männer und elf Prozent der Frauen glauben, das würde die Liebe lebendig halten. Laut "freundin" befragte das Hamburger Gewis-Institut 1.053 Männer und Frauen zwischen 18 und 60 Jahren. (APA)

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