Wifo: Konjunktur zu Jahresbeginn verhalten

22. Februar 2005, 11:45
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Anzeichen für Wachstumsbeschleunigung der Binnennachfrage bisher schwach - Nachlassende Export-Dynamik

Wien - Österreichs Industrieunternehmen haben im Jänner ihre Auftragslage zurückhaltender als Ende 2004 beurteilt. Auch was die längerfristigen Geschäftserwartungen betrifft, habe sich die Zuversicht leicht abgeschwächt, schreibt das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seinem jüngsten Monatsbericht.

Die Dynamik der Expansion im Export habe etwas nachgelassen. Bisher seien die Anzeichen für eine Beschleunigung des Wachstums der Binnennachfrage schwach, so das Wifo.

Die Wifo-Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2005 zeigt, dass die Konjunkturerholung um den Jahreswechsel etwas an Kraft eingebüßt hat. Die befragten Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage nach wie vor positiv. Der Anteil der Firmen, die die Auftragslage als sehr gut bezeichneten, war aber geringer als zuletzt.

Optimismus gesunken

Auch im Hinblick auf die kommenden drei Monaten verringerte sich der Optimismus gegenüber dem Herbst des Vorjahres. Dies, so das Wifo, sei auch auf das Nachlassen der hohen Expansionsdynamik im Außenhandel zurückzuführen. Der Bestand an Exportaufträgen wurde in der Umfrage ungünstiger beurteilt.

Neben dem schwächeren Nachfragewachstum bei wichtigen europäischen Handelspartnern habe dazu auch die deutliche Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar beigetragen.

Wie das Wifo weiter ausführt, seien die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor recht unterschiedlich. Während die US-Wirtschaft weiter kräftig wache, verstärke sich die Konjunktur im Euro-Raum kaum.

Im vierten Quartal stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA gegenüber der Vorperiode um 0,8 Prozent. Der private Konsum blieb kräftig und hatte einen merklichen Anstieg der Einfuhr zur Folge. Der Export der USA profitierte jedoch nicht von der Dollar-Schwäche und schrumpfte. (APA)

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