Österreicher nach sieben Wochen lebend gefunden

23. Februar 2005, 21:20
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Vermisster lag schwer krank im Krankenhaus in Thailand - große Hoffnung auch Rucksacktouristen noch zu finden

Wien - Sieben Wochen nach den Tsunamiwellen hat man in Thailand einen Österreicher lebend gefunden. Der 43 Jahre alte, in Deutschland lebende Mann war von der Flutwelle am Stefanitag zwar verschont geblieben, aber mit einer schweren Erkrankung von Pattaya aus in ein Krankenhaus eingeliefert worden und hatte auf Grund seines Zustandes nicht die Möglichkeit, sich zu melden.

Insgesamt werden noch 93 Österreicher vermisst, für zehn bestehen reale Chancen, dass sie noch lebend gefunden werden. Bei den Österreichern, die man noch zu finden hofft, handelt es sich laut Zwettler vor allem um Rucksacktouristen oder auch "Halb-Aussteiger" - Leute, die für mehrere Monate durch Süd- oder Südostasien reisen wollten.

17 tote Österreicher sind bisher bestätigt. Bei der Tsunami-Katastrophe am Indischen Ozean, starben nach jüngsten Angaben vermutlich rund 300.000 Menschen. Das Innenministerium ist nach wie vor mit zahlreichen Mitarbeitern im Einsatz: In Phuket arbeitet ein aus 15 bis 17 Experten bestehendes DVI-(Desaster Victim Identification-)Team, gemeinsam mit Einsatzkräften aus etwa 30 weiteren Nationen. In Thailand werden, wie Zwettler sagte, noch immer Leichen aus Massengräbern exhumiert, die unmittelbar nach der Katastrophe aus Angst vor Seuchen angelegt worden waren. Die Behörden setzen alles daran, so viele Opfer wie möglich zu identifizieren.

Die Angehörigen der heimischen DVI-Teams - an die 100 Spezialisten - werden alle zwei Wochen ausgewechselt. Die heimischen Teams werden nach vorläufigen Schätzungen noch zwei bis drei Wochen in Thailand bleiben, außer, es besteht noch länger Bedarf. (APA)

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