Außenminister Shalom: Syrien und Iran torpedieren Nahost-Frieden

12. Februar 2005, 20:16
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"Größte Gefahr geht von Hizbollah aus" - Lob für Abbas

Frankfurt/Main - Der israelische Außenminister Silvan Shalom hat Syrien und den Iran beschuldigt, den Friedensprozess im Nahen Osten torpedieren zu wollen. In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe) sagte Shalom, die größte Gefahr für Israel und die gemäßigten Palästinenser um Präsident Mahmud Abbas gehe nicht von extremistischen Palästinenser-Gruppen wie Hamas oder Jihad aus, sondern von der schiitischen Hizbollah ("Partei Gottes").

Die Organisation habe ausgehend von Libanon in den Palästinensergebieten Fuß gefasst und bereits mehr als 60 Zellen gebildet. "Hizbollah ist der lange Arm von Syrien und Iran", sagte Shalom.

Shalom lobte Abbas für dessen Bemühungen, den Waffenstillstand mit Israel durchzusetzen. Dieser versuche "ehrlich und energisch", ein neues Verhältnis zu Israel zu finden. Shalom kritisierte allerdings, Abbas habe noch nicht damit begonnen, die "terroristische Infrastruktur" palästinensischer Extremisten zu zerschlagen. (APA/dpa)

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