Somalische Exilregierung untersucht Attentat auf BBC-Journalistin

13. Februar 2005, 19:53
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39-Jährige wurde kurz nach ihrer Ankunft in Mogadischu von Unbekannten tödlich verletzt

Mogadischu/London - Eine britische Journalistin des Rundfunksenders BBC ist in der somalischen Hauptstadt Mogadischu von Unbekannten beschossen und tödlich verletzt worden. Die 39-Jährige Kate Peyton war am Mittwoch kurz nach ihrer Ankunft in Mogadischu vor einem Hotel unter Beschuss geraten. Wegen mangelnder Blutreserven überlebte sie eine Notoperation nicht. Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass in Mogadischu Ausländer angegriffen wurden. Die somalische Exilregierung kündigte Ermittlungen an. "Wir werden die Mörder zur Verantwortung ziehen", sagte Parlamentssprecher Sharif Hassan Aden am Donnerstag in Mogadischu.

Aden hält sich mit einer Delegation in Mogadischu auf, um den Umzug der Exilregierung von Nairobi (Kenia) nach Somalia vorzubereiten. Das ostafrikanische Land hatte seit dem Sturz des Diktators Siad Barre 1992 keine funktionierende Zentralregierung mehr. Zahlreiche untereinander verfeindete Clans beherrschen das Land und verfügen über stark bewaffnete Milizen. Die getötete Journalistin arbeitete seit 1993 für den britischen Sender und berichtete in den vergangenen zehn Jahren über Afrika. (APA/dpa)

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