Brüssel wirft T-Mobile und Vodafone Marktmissbrauch vor

17. Februar 2005, 12:10
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Vorwurf: Beide verlangen offensichtlich zu hohe Roaming-Gebühren von ausländischen Anbietern

Die EU-Kommission wirft der deutschen Telekom-Tochter T-Mobile und dem Konkurrenten Vodafone wegen überhöhter Roaming-Preise einen Marktmissbrauch in Deutschland vor. Entsprechende Beschwerden sandte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes an beide Unternehmen, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Danach sollen T-Mobile und Vodafone bis mindestens Ende 2003 ihre beherrschende Stellung auf dem deutschen Markt ausgenutzt haben, in dem sie überhöhte Roaming-Gebühren kassierten.

Auf Reisen

Roaming bedeutet, dass Kunden einer Mobilfunkgesellschaft auf Reisen das Netz eines anderen Anbieters benutzen. Die EU-Kommission will gewährleisten, dass die Verbraucher keine überhöhten Gebühren zahlen müssen, wenn sie in Europa auf Reisen gehen. Brüssel ist der Überzeugung, dass die überhöhten Gebühren voll an die Abonnenten der ausländischen Mobilfunkbetreiber weitergegeben werden. (APA/AP)

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