Italien: Falschparken und Schnellfahren wird teurer

13. Februar 2005, 18:55
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Auch in anderen europäischen Ländern steigen die Strafen

Wien - Eine Italienreise kann teuer zu stehen kommen, wenn man sich nicht an die Verkehrsregeln hält. Das bei den Österreichern beliebte Ferienland hat am 1. Jänner die Strafen für Schnellfahren und Falschparken erhöht, berichtete der ÖAMTC. Begründet werde die Anhebung mit dem üblichen Anstieg der Lebenshaltungskosten.

Die Erhöhungen betreffen alle Überschreitungen der Tempolimist. Bei mehr als zehn km/h über der erlaubten Geschwindigkeit sind 143 Euro statt bisher 137,55 Euro fällig. Ist man mehr als 40 km/h über dem Erlaubten unterwegs, sind 357 Euro statt bisher 343,35 Euro zu bezahlen.

"Teurer wird es auch, wenn man die Parkverbote in den Touristenzentren missachtet", weiß die ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Unerlaubtes Parken wird mit mindestens 35 Euro und maximal 143 Euro geahndet. Schwere Parksünden, wie die Benützung eines Behinderten-Parkplatzes, werden mit mindestens 71 Euro und maximal 286 Euro bestraft. Bisher lagen die Bußgeldbeträge für Falschparken zwischen 33,60 Euro und 137,55 Euro, bei schweren Parkvergehen zwischen 68,25 Euro und 275,10 Euro.

Auch Kroatien hebt Strafen an

Kroatien, ebenfalls eine Lieblingsdestination der Österreicher, hat bereits im August 2004 die Bußgelder angehoben. Bei der nächsten Urlaubsreise müssen neben der Null-Promille-Grenze und der Lichtpflicht am Tag auch höhere Strafen bei Geschwindigkeitsübertretungen beachtet werden. Eine Überschreitung von zehn km/h wird außerorts mit 40 Euro, im Ortsgebiet mit 70 Euro geahndet.

Schweiz

Kein Pardon für Autosünder kennt die Schweiz, ebenfalls unter den Top-Ten der beim ÖAMTC nachgefragten Reiseländer: Auch hier kam es mit 2005 zu massiven Verschärfungen des Strafenkataloges. Im Ortsgebiet sind bereits bei einer Geschwindigkeitsübertretung von fünf km/h 40 Schweizer Franken (knappe 26 Euro) fällig.

Frankreich

Freuen dürfen sich nur Frankreich-Urlauber: Entgegen der allgemeinen Trends haben die Franzosen zumindest die Strafen für kleinere Geschwindigkeitsübertretungen - um weniger als 20 km/h - gesenkt statt erhöht. Wer außerorts um bis zu 20 km/h zu viel am Gaspedal steht, der muss 68 Euro statt bisher 135 Euro bezahlen. (APA)

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