Aschermittwoch: Fernduell zwischen Schröder und Stoiber

9. Februar 2005, 15:52
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Fortsetzung des Streits um das Erstarken der rechtsextremen NPD erwartet - Bierverbot bei der CSU in Passau

München - Am politischen Aschermittwoch liefern sich der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ein Fernduell. Stoiber tritt am Mittwochvormittag bei der Polit-Schau in der Passauer Dreiländerhalle vor rund 8000 Zuhörern erstmals auf einem runden Podium nach US-Vorbild auf.

Die SPD bietet wenig später in Nordrhein-Westfalen Paroli, wo in drei Monaten der neue Landtag gewählt wird. Schröder und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) werden am Mittwoch vor rund 1100 Zuhörern in Köln sprechen.

Inhaltlich ist eine Fortsetzung des Streits um das Erstarken der Rechtsextremen zu erwarten. Stoiber wirft der Bundesregierung Untätigkeit im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit vor und macht sie weiter für die Stimmenzuwächse der Rechtsextremisten verantwortlich. SPD und Grüne haben das empört zurückgewiesen. CDU-Chefin Angela Merkel wird am Nachmittag mit dem schleswig-holsteinischen Spitzenkandidaten Harry Carstensen bei einem Wahlkampfauftritt in Neumünster sprechen.

Grüne und FDP halten ihre Hauptveranstaltungen wie gewohnt in Passau ab. Für die Grünen tritt Verbraucherministerin Renate Künast an, die FDP schickt Parteichef Guido Westerwelle in die Redeschlacht.

Die bayerischen Sozialdemokraten haben zu ihrer traditionellen Kundgebung in Vilshofen an der Donau den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck als Hauptredner eingeladen. Bei der CSU darf bis zur offiziellen Eröffnung der Veranstaltung kein Bier ausgeschenkt werden, damit die Zuhörer zu Beginn des Stoiber-Auftritts nicht betrunken sind. (APA/dpa)

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    Impressionen vom Aschermittwoch 2004. Heuer dürfte zumindest die CSU-Veranstaltung eine eher trockene Angelegenheit werden.

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