Zilk sieht in Rot-Blau auf Bundesebene kein Problem

29. März 2005, 12:36
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Der Wiener Ex-Bürgermeister übt im "Datum" scharfe Kritik an der SPÖ: "Haben jahrelang zu allem nur Nein gesagt"

Mit starken Aussagen zum Zustand seiner Partei und zu einer möglichen Koalition von SPÖ und FPÖ auf Bundesebene lässt Wiens Altbürgermeister Helmut Zilk in der aktuellen Ausgabe des Monatsmagazins "DATUM – Seiten der Zeit" aufhorchen. Auf die Frage nach dem derzeitigen Zustand der SPÖ gibt sich der Vorsitzende der Bundesheerreformkommission verschnupft: "Zu den Vorgängen in der SPÖ würde ich mich nur äußern, wenn die Partei daran interessiert wäre. Es gäbe sicher sehr viel zu sagen." Mit der Bundespartei geht Wiens Altbürgermeister hart ins Gericht: "Wir haben jahrelang zu allem nur Nein gesagt. Das wollen die Leute nicht. Du kannst nicht zu allem Nein sagen, vor allem nicht wider besseren Wissens."

In einer möglichen Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit der FPÖ auf Bundesebene nach der nächsten Nationalratswahl – eine Variante, die die SPÖ auf dem letzten Parteitag ausgeschlossen hat – , sieht Zilk kein Problem: "Ich war immer der Meinung, dass diese ganze Debatte sinnlos ist. Man soll dort, wo es Sinn hat, mit allen, die guten Willens sind, zusammenarbeiten. Und die Betonung liegt auf ,mit allen’". (red)

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