US-Vizeaußenminister legt seinen Posten nieder

7. Februar 2005, 16:12
posten

Powell-Stellvertreter Armitages will in seinen früheren Beruf als Berater zurückkehren - Nachfolger noch nicht im Amt

Washington - Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage hat sein Amt niedergelegt. Er habe den Posten bereits am Donnerstag abgegeben - zwei Wochen nach seinem langjährigen Chef, dem bisherigen US-Außenminister Colin Powell, verlautete am Freitag aus Außenamtskreisen in Washington. Von US-Diplomaten verlautete, der 59-Jährige habe zuvor wissen lassen, dass er über den 3. Februar hinaus nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Er will demnach wieder in seinen früheren Beruf als Berater zurückkehren.

Powells Stellvertreter hatte nach der US-Wahl im November unmittelbar nach seinem Chef seinen Rücktritt eingereicht. US-Präsident George W. Bush hatte daraufhin Armitages Stellvertreter, den US-Handelsvertreter Robert Zoellick, für den Posten nominiert; dieser muss aber noch vom US-Kongress gebilligt werden. Da die neue Außenministerin Condoleezza Rice derzeit auf Europareise ist, führt die Nummer drei des US-Außenamtes, Marc Grossmann, die laufenden Geschäfte. Grossmann will ebenfalls zurücktreten.

Armitage hatte als enger Vertrauter Powells gegolten. Der langjährige Marinesoldat und Vietnamveteran hatte bereits verschiedene Posten im Außen- und Verteidigungsministerium sowie im Kongress innegehabt, bevor er zu Powells Stellvertreter ernannt wurde. Während seiner vierjährigen Amtszeit als Vize-Außenminister war er mit einer Reihe heikler Missionen betraut. Unter anderem vermittelte er zwischen Pakistan und Indien im Kaschmir-Konflikt. (APA)

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