"Walk of Shame" als Erinnerung

7. Februar 2005, 16:24
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StudentInnen präsentierten "die schlimmsten Übeltaten der Regierung"

Wien - Mit einem "Walk of Shame" erinnerten am Freitag der VSStÖ (Verband Sozialistischer StudentInnen), die SJ (Sozialistische Jugend) und AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) an die Angelobung der schwarz-blauen Regierung vor fünf Jahren. Dieser sollte die "schlimmsten Übeltaten der Regierung" symbolisieren, wie es von Seiten der VSStÖ hieß.

Rund 20 AktivistInnen hatten sich dazu mit Papier-Sternen am Ballhausplatz postiert, auf denen "schwarz-blaue Schandtaten" wie "brutaler Pensionsraub" oder "Studiengebühren" zu lesen war. Das Kabinett Schüssel I hatte vor fünf Jahren auf Grund von Protesten den Gang vom Bundeskanzleramt in die Hofburg unterirdisch antreten müssen.

"Die Jugend war in den letzten fünf Jahren der Watschenmann der Regierung", kritisierten die Vorsitzenden von SJ, AKS und VSStö am Freitag. Ob ÖH-Gesetz, Jugendarbeitslosigkeit oder Untätigkeit im Schulsystem - "die Jugend hat verloren und verliert weiter".

Heftige Kritik an Schwarz-Blau kam am Freitag auch von der KPÖ. Die Arbeitslosigkeit erreiche neue Rekordwerte, rund eine Million Menschen sei zudem arm oder der armutsgefährdet. Doch statt Politik im Interesse der Menschen zu erarbeiten, gehe es Schüssel und seiner Regierung nur um das Wohlergehen der Wirtschaft und Konzerne, so der wirtschaftspolitische Sprecher der KPÖ, Michael Graber. In den letzten fünf Jahren wurden "die Brieftaschen der großen Mehrheit der Menschen leerer und leerer, das Leben wurde für viele Menschen schwieriger". (red/APA)

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    "Walk of Shame" am Ballhausplatz.

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