Kürbis in der Medizin

4. Februar 2005, 12:06
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Der Gartenkürbis ist die deutsche Arzneipflanze 2005 - Einsatz in Naturheilkunde und Schulmedizin

Würzburg - Der Gartenkürbis ist die deutsche Arzneipflanze des Jahres 2005. Denn er wird nicht nur in der Naturheilkunde, sondern auch in der Schulmedizin eingesetzt, wie der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg zur Begründung erklärte. In der Küche wird die so genannte Cucurbita pepo zu Suppe, Eintopf oder Gratin verarbeitet.

Eine Spielart dieser Pflanze, der Ölkürbis, wächst in der Steiermark: Seine Samen haben fast keine Schale, lassen sich darum leichter pressen und liefern das geschätzte Kürbiskernöl. Bereits diesem Speiseöl wird ein positiver Einfluss bei Blasenproblemen nachgesagt. "Tatsächlich werden schalenfreie Kürbissamen und daraus hergestellte Produkte als pflanzliche Arzneimittel gegen Blasen- und Prostata-Probleme verwendet", erklärte der Medizinhistoriker Ralf Windhaber.

Einsatzgebiet ist die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, die vor allem Männer jenseits des 60. Lebensjahrs trifft: Die Prostata drückt dann direkt unterhalb der Blase auf die Harnröhre. Die Betroffenen spüren vermehrten Harndrang, aber ihr Urinstrahl ist schwach oder unterbrochen. Es kommt außerdem zu einem Nachträufeln des Harns; die Blase entleert sich nicht mehr vollständig. Die Krankheit wird nach Angaben der Experten in drei Schweregrade unterteilt: Für die Stadien I und II mildere eine Therapie mit Kürbissamen die Symptome, berichteten die Mediziner. (APA/AP)

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