Entführter schwedischer Millionärssohn freigelassen

4. Februar 2005, 16:22
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Nach 17 Tagen gaben Kidnapper auf - Jogger fand Entführten apathisch auf einer Parkbank vor

Göteborg - Der schwedische Millionärssohn Fabian Bengtsson ist am Donnerstag 17 Tage nach seiner Entführung freigelassen worden.

Wie die Polizei in Göteborg mitteilte, setzten die Kidnapper den 32-Jährigen ohne Zahlung eines Lösegeldes in einem Park auf freien Fuß. Es gehe Bengtsson "den Umständen entsprechend gut", teilte ein Polizeisprecher mit.

Auf dem Weg zur Arbeit verschwunden

Bengtsson, dessen Familie landesweit eine Elektronikkette betreibt, war am 17. Jänner auf dem Weg von seiner Wohnung zur Arbeit spurlos verschwunden.

Fahndungsleiter Sven Ahlbin bestätigte, dass es Kontakte mit den Entführern sowie eine Lösegeldforderung gegeben habe. Er wollte weder Angaben über deren Höhe machen und sagte weiter: "Es hat keine Abmachungen zwischen der Familie Bengtsson und den Kidnappern gegeben." Die Familie hatte sich sowohl im Fernsehen als auch über die Internetseite ihres Unternehmens Siba mehrfach mit Appellen an die Entführer gewandt.

Jogger fand apathisch wirkenden Entführten

Fabian Bengtsson wurde am Morgen um 7.45 Uhr von einem Jogger auf einer Bank im Schlosspark von Göteborg gefunden. Nach Angaben der Polizei hatten die Gangster den Entführten mit einem Auto zu dem Park gebracht und hier freigelassen. Augenzeugen erklärten im Fernsehsender SVT, Bengtsson habe "zerschunden und apathisch" gewirkt.

Die Polizei wollte keine Angaben zum Stand der Fahndung nach den Tätern und der Lokalisierung des oder der Aufenthaltsorte von Bengtsson während seiner Gefangenschaft machen. (APA)

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    Fabian Bengtsson

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