Ferienbeginn mit Massenstaus

6. Februar 2005, 20:45
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100 km Stau in Österreich und Bayern - Tunnelbereiche in Vorarlberg und Tirol verstärkt gefährdet

Wien - Weil am Freitag auf Grund der Schnee- und in Folge der Straßenlage viele ihre Urlaubsfahrt auf den darauf folgenden Tag verschoben haben, war Samstag das Chaos auf den Straßen vorprogrammiert. Die Autofahrerclubs meldeten zahlreiche Staus. 71 Kilometer Stau gab es auf Autobahnen in Österreich und 55 Kilometer Verkehrsstillstand auf bayrischen Autobahnen, so der ÖAMTC. Die Reisewelle hatte somit Samstagmittag ihren Höhepunkt erreicht.

Gleichzeitiger Ferienbeginn

Hinzu rechnen muss man laut ÖAMTC noch rund 43 Kilometer Stau auf Bundesstraßen und Landesstraßen, die als Ausweichstrecken für noch immer wegen Lawinengefahr gesperrter Hauptverbindungen her halten müssen. Grund für das enorme Verkehrsaufkommen ist der gleichzeitige Semesterferienbeginn in Ost-Österreich, einigen deutschen Bundesländern, den Niederlanden und Belgien. "Unsere Befürchtungen sind eingetreten", erklärt Barbara Kner, Sprecherin der ÖAMTC-Informationszentrale.

Die Staustrecke Nummer eins in Österreich war wieder einmal die Fernpaß Bundesstraße (B179), so der ARBÖ. Bereits seit 7.00 Uhr gab es im gesamten Verlauf von rund 50 Kilometern zwischen Vils und Nassereith in beiden Richtungen sehr zähen Kolonnenverkehr. Vor den Tunnelportalen des Leermosertunnels und des Grenztunnels Vils/Füssen wurde der Verkehr nur mehr blockweise abgefertigt. Auch auf der Zillertal Bundesstraße (B169) brauchten die Autofahrer bei der Anreise zu den Skigebieten sehr viel Geduld.

Tirol, Deutsches Eck

Auf der Inntalautobahn (A12) bzw. der Verbindung Kufstein-Rosenheim (A8) meldeten ARBÖ und ÖAMTC zwischen dem Knoten Inntal und Kufstein/Süd rund 30 Kilometer zähflüssiger Verkehr mit Staus. In der Gegenrichtung hieß es nach Informationen des ARBÖ zwischen Wiesing und dem Knoten Inntal auf rund 80 Kilometern "rien ne va plus". Auch im Arlberggebiet erwies sich die A12 bzw. die Arlbergschnellstraße (S16) als Geduldprobe. Vor den Tunnelportalen des Perjenn-, des Landecker- und des Piannertunnels gab es in Richtung Arlberg jeweils kilometerlange Staus.

Tunnelbereiche

In Vorarlberg erwiesen sich vor allem die Tunnelbereiche des Pfändertunnels und des Dalaasertunnels als Nadelöhre. Vor dem Pfändertunnel auf der Rheintalautobahn (A14) standen die Kolonnen in Richtung Arlberg rund 15 Kilometer bis auf deutsches Staatsgebiet zurück. Vor der Ausfahrt Bludenz/Montafon gab es nach Informationen des ARBÖ rund zehn Kilometer Rückstau. Auch vor dem Dalaasertunnel auf der Arlbergschnellstraße (S16) reichte der Stau ca. fünf Kilometer zurück.

Auch der Gegenverkehrsbereich zwischen Golling und Paß Lueg auf der Tauernautobahn (A10) erwies sich als Staumagnet. Gegen Mittag reichte der Stau vor dem Ofernauertunnel in Richtung Süden rund zehn Kilometer zurück. In der Gegenrichtung sorgte der Rückreiseverkehr für rund fünf Kilometer Stau. Auch über das so genannte "kleine deutsche Eck" (Salzburg-Bad Reichenhall-Lofer-St. Johann/Tirol) kamen die Urlauberkolonnen zum Teil nur sehr langsam voran.

Die Lawinensperre zwischen Trautenfels und St. Martin/Grimming auf der Ennstal Bundesstraße (B320) brachte ebenfalls Probleme. Vor der Umleitungsstrecke bei Irdning reichte der Stau rund 20 Kilometer bis Liezen.

Bayern

In Bayern kam es vor allem auf der A8, Verbindung München-Salzburg, und der A93, Verbindung Kufstein-Rosenheim, zu erheblichen Staus. Zwischen Bad Aibling und der Grenze Kufstein/Kiefersfelden betrug die Staulänge gegen 12.30 Uhr rund 30 Kilometer. Auch zwischen Hofoldinger Forst und Bad Aibling mussten sich die Autofahrer in rund 25 Kilometer Stau gedulden. (APA)

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