Jede(r) kann Dorian Gray sein

13. Februar 2005, 20:22
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Französische Forscher entwickeln digitalen "Spiegel", der aus der gegenwärtigen Lebensweise das zukünftige Aussehen des Betrachters ableitet

London - Oscar Wildes berühmtes Bildnis, das an Stelle des jungen Dorian Gray altert, gehört nicht mehr nur ins Reich der Dichtung: Ein französisches Forscherteam entwickelt eine Art "digitalen Spiegel", der dem Betrachter zeigen soll, wie er bei Fortsetzung der gegenwärtigen Lebensweise in späteren Jahren aussehen wird. Wie das britische Fachblatt "New Scientist" berichtet, soll der Prototyp in diesem Sommer fertig sein. Er besteht aus einem Flachbildschirm, mehreren Kameras und einer speziellen Bildverarbeitungs-Software.

Der Clou an der Entwicklung von Sophia Antipolis vom Accenture Technology-Laboratorium: Mehrere Kameras im Haus filmen das Verhalten des Probanden, um herauszufinden, wie viel er sich bewegt, auf der Couch liegt oder den Kühlschrank besucht. Hinzu kommen erweiternde Angaben zur Lebensführung, nach Alkoholgenuss oder Ernährungsweise die - vorzugsweise wahrheitsgemäß - eingetippt werden müssen.

Aus diesen Komponenten errechnet der Computer die Gewichtszunahme und auch Alterungserscheinungen im Gesicht, die dann in Echtzeit die Zukunft widerspiegeln sollen: Wer vorzugsweise Bier und Kaffee trinkt, muss demnach mit dunkleren Augenringen rechnen als der Obstsaftgenießer. (APA/dpa)

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    Helmut Berger in der Verfilmung von "Das Bildnis des Dorian Gray": Noch sind beide im Einklang ...

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