Siemens-Labor arbeitet am Schutz verschlüsselter Informationen

10. Februar 2005, 18:41
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Indirekte Angriffe auf codierte Daten sollen verhindert werden

Siemens hat in München-Perlach ein Forschungslabor eröffnet, in dem Verfahren für einen zuverlässigen Schutz von verschlüsselten Informationen entwickelt werden sollen. Dabei geht es um die Abwehr von so genannten Seitenkanalattacken, wie das Unternehmen mitteilte.

Physikalische Nebeneffekte

Bei diesen Angriffen versuchen Hacker nicht, die theoretische Logik hinter der Verschlüsselung zu brechen. Die mathematisch sicheren kryptographischen Schlüssel werden stattdessen dechiffriert, indem natürliche physikalische Nebeneffekte des Verschlüsselungsvorgangs wie Stromverbrauch, Rechenzeit oder elektromagnetische Abstrahlung ausgewertet werden. Dies lässt oft Rückschlüsse auf den verwendeten Schlüssel zu, wie Hartmut Raffler, Leiter der Forschung für Informations- und Kommunikationstechnologie bei Siemens Corporate Technology, erklärte.(APA/AP)

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