Schüssel schweigt zum Koalitionszwist

1. Februar 2005, 13:45
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Bundeskanzler verweist auf Pressefoyer am Dienstag - Molterer gibt sich gelassen: "Wir werden das mit den Kollegen der FPÖ bereden"

Wien - Kein Kommentar war Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) am Montag am Rande einer Pressekonferenz zum schwelenden Koalitionszwist in Sachen Wehrdienstverkürzung zu entlocken.

"Heute nicht", sagte Schüssel und verwies auf das morgen, Dienstag, stattfindende Pressefoyer nach dem Ministerrat.

Molterer gelassen

Betont gelassen reagierte ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer auf die Verärgerung der FPÖ über den Alleingang von Verteidigungsminister Günther Platter (V) zur Verkürzung der Wehrdienstes von acht auf sechs Monate schon ab 2006. Die Kritik der FPÖ wollte Molterer am Montag gegenüber der APA ebenso wenig kommentieren, wie die Forderung von FP-Klubobmann Herbert Scheibner nach Einberufung des Koalitionsausschusses und des Nationalen Sicherheitsrates. "Wir werden das mit den Kollegen der FPÖ bereden", sagte Molterer nur, in welchem Gremium, das sei "nicht die Frage".

Die derzeitige Stimmung in der Koalition wollte der ÖVP-Klubobmann auch nicht kommentieren, ebenso die jüngsten Vorwürfe des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (F) gegen die Volkspartei. Man werde innerhalb der Koalition die Gespräche weiter führen, das sei für Österreich und die Sicherheit ganz wichtig, sagte er auf diesbezügliche Fragen nur. Inhaltlich bekräftigte Molterer aber, dass es in der Verantwortung des Ministers liege zu entscheiden. (APA)

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