Film von Regisseur van Gogh aus Sicherheitsgründen abgesetzt

3. Februar 2005, 19:44
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Kritik an Behandlung von Frauen im Islam hatte bei einigen Moslems zu Empörung geführt

Rotterdam - Die Organisatoren des Filmfestivals von Rotterdam haben am Sonntag die Vorführung eines Kurzfilms des ermordeten Regisseurs Theo van Gogh kurzfristig aus Sicherheitsgründen abgesetzt. "Submission" hatte wegen der darin geäußerten Kritik an der Behandlung von Frauen unter dem Islam bei einigen Moslems zu Empörung geführt. Van Gogh wurde im November von einem moslemischen Extremisten getötet.

Ein weiterer Van-Gogh-Film, "06/05", über den Mord an dem niederländischen Politiker Pim Fortuyn, sollte aber am Sonntag uraufgeführt werden. Die Absage von "Submission" wurde in Rotterdam von etlichen Regisseuren und Schauspielern kritisiert. Eine solche Einschränkung der Meinungsfreiheit sei ein Entgegenkommen gegenüber den Terroristen. Das Festival läuft noch bis 6. Februar. (APA)

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