Eastman Kodak rutscht ins Minus

24. Februar 2005, 15:54
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Digital-Bereich soll 2005 das traditionelle Geschäft überflügeln

Der Fotokonzern Eastman Kodak ist im abgelaufenen vierten Quartal 2004 wegen Restrukturierungsbelastungen in die roten Zahlen gerutscht. Die steigende Nachfrage nach digitalen Produkten sorgte jedoch für ein leichtes Umsatzplus, teilte das Unternehmen heute, Mittwoch, mit. Im vierten Quartal musste Eastman Kodak einen Verlust von zwölf Mio. Dollar oder 0,04 Dollar pro Aktie hinnehmen, nachdem im Vorjahresquartal ein Gewinn von 19 Mio. Dollar zu Buche stand. Der operative Gewinn ohne Sonderbelastungen belief sich auf 236 Mio. Dollar oder 0,78 Dollar pro Aktie. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 3,77 Mrd. Dollar zu.

Für das Gesamtjahr 2004 meldete der Konzern einen Gewinnsprung auf 649 Mio. Dollar oder 2,16 Dollar pro Aktie. Damit konnte Eastman Kodak seinen Nettogewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 13,52 Mrd. Dollar. Dabei konnte insbesondere der Digital-Bereich überzeugen. Die vor mehr als einem Jahr gefasste Konzernstrategie, verstärkt auf digitale Produkte zu setzen, hat sich offenbar ausgezahlt. Allein im Schlussquartal legte der Umsatz mit digitalen Produkten um 40 Prozent zu und fing den 19-prozentigen Rückgang des traditionellen Geschäfts auf.

Im laufenden Geschäftsjahr soll der Digital-Bereich das klassische Fotogeschäft zum ersten Mal überflügeln. Wie Eastman Kodak außerdem mitteilte, haben sich in die Bilanz Fehler bei der Berechnung der Einkommenssteuern eingeschlichen, die derzeit geprüft würden. Von der fehlerhaften Berechnung könnte nachträglich die Höhe des bilanzierten Nettogewinns beeinflusst werden. Eastman Kodak rechnet für 2005 mit Umsätzen zwischen 14 und 14,6 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis soll sich auf 2,6 bis 2,9 Dollar pro Aktie belaufen. (pte)

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