Infineon malt schwarz

1. Februar 2005, 12:49
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Umsatz- und Ergebnisrückgang für Q2 prognostiziert

Der deutsche Chiphersteller Infineon rechnet für das laufende zweite Quartal seines aktuellen Geschäftsjahres mit einem anhaltenden Nachfragerückgang auf dem weltweiten Halbleitermarkt. Wie das Unternehmen heute, Montag, im Rahmen der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen mitteilte, werden sowohl Umsatz als auch Ergebnis im zweiten Quartal weiter rückläufig sein. Als Grund gab der Chipriese saisonale Effekte, Preisdruck in allen Segmenten des Unternehmens sowie einen Nachfragerückgang aufgrund weiterer Anpassungen der Lagerbestände bei Kunden an.

Trübe Aussichten

Auf die trüben Aussichten reagierte der Infineon-Vorstand mit weiteren Einsparungsmaßnahmen. "Wir haben Kosten, Investitionen und Nettoumlaufvermögen weiter optimiert und für das Geschäftsjahr 2005 eine Reduzierung der Fixkosten in Höhe von 200 Mio. Euro gegenüber den ursprünglichen Planungen identifiziert", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Ziebart. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit seien notwendig, um mittel- und langfristig die Zukunft des Unternehmens zu sichern, so Ziebart.

Maßnahmen getroffen

Im abgelaufenen ersten Quartal hat Infineon laut Ziebart bereits einen Rückgang in den meisten seiner Segmente verzeichnet und einen sich deutlich abschwächenden Markt sowie eine geringere Nachfrage seiner Kunden verzeichnet. "Wir haben daher die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um unsere Lagerhaltung anzupassen, was allerdings zu einer negativen Beeinflussung der Ergebnisse im ersten Quartal geführt hat", so Ziebart. Außerdem wirkte sich der starke Verfall des Dollar-Kurses negativ auf das Geschäft aus.

Weniger Umsatz

Im abgelaufenen ersten Quartal gab der Umsatz des deutschen Chipherstellers gegenüber dem Vorquartal um neun Prozent auf 1,82 Mrd. Euro nach. Der Konzernüberschuss legte von 44 Mio. Euro im Vorquartal auf 142 Mio. Euro zu. Das EBIT konnte gegenüber dem Vorquartal auf 211 Mio. Euro fast verdoppelt werden. Das Ergebnis wurde beeinflusst durch die Lizenzeinnahmen aus der Einigung mit dem taiwanesischen Speicherspezialisten ProMOS in Höhe von 118 Mio. Euro sowie Aufwendungen von 132 Mio. Euro für Wertminderungen und Wettbewerbsverfahren. (pte)

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