Investkredit: BA-CA wartet ab

3. Februar 2005, 15:28
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Aufstockungsfrist abgelaufen

Wien - Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), mit 28,1 Prozent bisher größter Einzelaktonär der Investkredit, ließ am Mittwoch die im Übernahmerecht vorgesehene Frist verstreichen, sich selber zur Aufstockung bei der börsenotierten Spezialbank zu entscheiden.

Sie lässt auf der anderen Seite auch nicht erkennen, ob sie nun einem Übernahmeangebot der ÖVAG für ihr Investkredit-Aktienpaket näher treten wird, also an die ÖVAG verkauft.

"Verfolgen Entwicklung"

"Wir verfolgen die Entwicklung weiter", sagte BA-CA-Sprecher Peter Thier. "Wir stehen weder auf der Käufer- noch auf der Verkäuferseite." Mit ihrer Ankündigung Mitte November, einen Zukauf von Investkredit-Aktien im Syndikat zu prüfen, hatte die BA-CA eine 40-tägige Angebotsfrist ausgelöst.

Bekundet ein Unternehmen Interesse an der Übernahme eines anderen, lässt aber eine Frist von 40 Börsetagen ohne ein Angebot verstreichen, ist der Interessent für ein Jahr gesperrt.

Mittlerweile hat sich die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) bei der Investkredit eingekauft. Sie hat sich jenes Aktienpaket gesichert, das die BAWAG-PSK-Gruppe und die Erste Bank ihren Syndikatspartnern unter den Investkredit-Eigentümern zuvor um 123 Euro je Aktie angeboten hatten; zusätzlich das Paket der Wiener Städtischen.

RZB zeigt sich desinteressiert

Ex-Interessentin BA-CA, die ursprünglich auf die Mehrheit der Investkredit kommen wollte, hatte innerhalb früherer Fallfristen ebenso wenig zugegriffen wie die Raiffeisen Zentralbank (RZB), die ebenfalls zukaufen wollte. Von dort ist zu hören, dass die Causa Investkredit "derzeit nicht ganz oben auf der Prioritätenliste der RZB" stehe. (APA, red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.01.2005)

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