Huber will Mitarbeiterzahl bis 2009 um 10.000 kürzen

3. Februar 2005, 15:24
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ÖBB-Boss will Krankschreibungen von Eisenbahnern mit dem Präsidenten der Ärztekammer besprechen

Wien - Geht es nach Bahnchef Martin Huber, dann sollen bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit im Oktober 2009 rund 10.000 Mitarbeiter aus den ÖBB ausscheiden. Derzeit hat die ÖBB knapp 45.370 Mitarbeiter. Er will dabei "alle Instrumente nützen, die mir zur Verfügung stehen", wird Huber in der aktuellen Ausgabe der Info-Illustrierten "News" zitiert.

Er werde gegenüber der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) keinen "Kuschelkurs" fahren. Vizekanzler Infrastrukturminister Hubert Gorbach (F) als Eigentümervertreter sei über die Frühpensionierungen durch den Aufsichtsrat informiert gewesen.

Kontrolle der Krankenstände

Huber kündigte an, die Kontrollen von Mitarbeitern im Krankenstand zu verstärken. Dass krank geschriebene Mitarbeiter bei Weihnachtsfeiern angetroffen werden und dann 14 Tage später eine ärztliche Bestätigung für den Ausgang vorlegen, sei eine Angelegenheit, die er mit dem Präsidenten der Ärztekammer besprechen werde. Gleichzeitig verteidigte er die Abfertigung seines Vorgängers Rüdiger vorm Walde.

Die Rede ist von einer Abschlagszahlung in der Höhe von 1,2 Mio. Euro. Es gebe Verträge, "die es einzuhalten gilt", so Huber laut "News". Zumindest mit einer Großzügigkeit der ÖBB will Huber Schluss machen: Es soll keine persönlichen Europa-Freifahrttickets mehr geben. (APA)

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