Premiere im März

16. Februar 2005, 13:11
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Abosender früher an die Börse - mit Bawag

Noch eiliger als erwartet hat es Georg Kofler, Premiere an die Frankfurter Börse zu bringen. Schon im März geht es los.

Kofler erwartet weniger als eine halbe Milliarde Euro Emissionserlös. Der Südtiroler sagte Reuters, er wolle weiter Vorstandschef bleiben und auch nach dem Börsengang "zweistellig" bei Premiere engagiert.

Derzeit hält Kofler 20,46 Prozent an dem Abosender. Mit 54,76 Prozent ist die Permira über von ihr verwaltete Fonds größter Aktionär. Die deutsche Gruppe gilt laut Frankfurter Allgemeine Zeitung mit fünf Milliarden Euro Volumen als größter Beteiligungsfonds der Welt. Die bayerische HypoVereinsbank und die Bayerische Landesbank halten jeweils zehn Prozent. Sie hatten dem inzwischen gescheiterten deutschen Medienmulti viel Geld geliehen, um Premiere aufzubauen. Aus ähnlichen Gründen gehören der Bawag 3,5 Prozent. Das österreichische Geldinstitut findet sich denn auch im Konsortium von elf Banken für den Börsengang.

Den rund 3,25 Millionen Premiere-Abonnenten, davon fast 230.000 in Österreich, verspricht der Sender Aktien zum Vorzugspreis. Stichtag dafür ist der 16. Jänner. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 18.1.2005)

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