Steirische Hochschule für Lehrerberufe nimmt Gestalt an

22. März 2006, 16:05
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An den neuen Studienplänen wird schon gearbeitet - Nur mehr Gymnasiallehrer sollen künftig an den Universitäten ausgebildet werden

Zuversicht bei Zusammenführung bisher getrennter Lehrerbildungseinrichtungen Die bisherigen österreichischen Lehrerbildungsinstitutionen müssen bis 2007 laut Akademie-Studiengesetz in jedem Bundesland, so auch in der Steiermark, in Hochschulen für Pädagogische Berufe zusammengeführt werden. Die staatlichen sowie kirchlichen Lehrerausbildungsinstitutionen in der Steiermark stehen dieser Fusion unter einem Dach positiv gegenüber. "Es wird eine Hochschule des Bundes sein, mit noch im Detail zu bestimmenden Mitwirkungsrechten der kirchlichen Institutionen", sagte Siegfried Barones, Direktor des pädagogischen Zentrums der Diözese Graz-Seckau in Eggenberg im APA-Gespräch.

Nur mehr Gymnasiallehrer an der Uni

Bestehende Einrichtungen wie Pädagogische Akademien, Berufspädagogische Akademie, Religionspädagogische Akademie und Pädagogische Institute sollen ab 2007 gemeinsam ein Angebot mit eigener Forschung im pädagogisch angewandten Bereich stellen.

Nur die Ausbildung der Gymnasiallehrer soll an der Universität bleiben. Kosteneinsparungen und damit verbundene Personaleinsparungen werden zurzeit nicht befürchtet. "Es ist vorgesehen, die Lehrverpflichtung zu kürzen, jedoch wird gleichzeitig die Forschungstätigkeit erhöht", erklärte Kurt Zisler, Direktor der Religionspädagogischen Akademie in Eggenberg gegenüber der APA.

Neue Studienpläne

Die Vorbereitungen für das große Projekt der Hochschul-Werdung sind bereits an den jeweiligen Institutionen angelaufen: "Wir arbeiten schon an den neuen Studienplänen, weiters wurden auch Initiativen zur Intensivierung der Forschungstätigkeit mit anderen hochschulischen Institutionen wie Universitäten und Fachhochschulen gestartet", schildert Herbert Harb, Leiter der Pädagogischen Akademie des Bundes am Hasnerplatz.

Die beiden steirischen Pädagogischen Akademien für allgemeine Pflichtschullehrer bieten in diesem Studienjahr bereits gemeinsam geführte Akademielehrgänge in Physik und Chemie an. Detailfragen bezüglich der Zusammenlegung der Ausbildung der Pflichtschullehrer seien jedoch noch zwischen Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau und der Pädagogischen Akademie des Bundes zu klären, räumte Barones ein.

Abschluss mit Baccalaureat

Die zukünftigen Lehrer und Lehrerinnen sollen ihr Studium mit einem Baccalaureat abschließen. Mit der Hochschul-Werdung der pädagogischen Akademien wird eine qualitative Verbesserung der Lehrerausbildung angestrebt und die österreichische Pflichtschullehrerausbildung nach der Bolognaerklärung EU-weit akademisch anerkannt. (APA)

  • In Zukunft sollen Lehrer ein Bakkalaureat absolvieren
    foto: der standard/newald

    In Zukunft sollen Lehrer ein Bakkalaureat absolvieren

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