Schüssel: "Nach meinem Willen" keine Regierungsumbildung mehr

22. Dezember 2004, 16:15
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Ausgeschiedenem Minister Strasser streute Kanzler Rosen - Vorschuss-Lorbeeren für Prokop - Kein niederösterreichischer "Machtproporz"

Wien - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) sagte am Samstag im "Mittagsjournal" des ORF-Radio, "nach menschlichem Ermessen" und "nach meinem Willen" werde es nach dem Wechsel an der Spitze des Innenressorts in der laufenden Legislaturperiode keine weitere Regierungsumbildung mehr geben. Dem aus dem Amt ausgeschiedenen Ernst Strasser streute der Kanzler Rosen, dieser habe das Sicherheitsministerium fast fünf Jahre lang "erstklassig" geführt. Und für Neo-Ministerin Liese Prokop gab es Vorschuss-Lorbeeren. Mit ihrem Fingerspitzengefühl, ihrer Erfahrung und Zuhörgabe werde sie das Schlüsselressort gut führen.

Von "Machtproporz" will Schüssel angesichts der Besetzung des Ministerpostens mit einer Niederösterreicherin nichts wissen. Von den derzeit 12 Regierungsmitgliedern kämen zwei aus Niederösterreich. Er sei aber stolz auf sein gesamtes Team. Und er sei es gewesen, der Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V), den Vorschlag gemacht habe, Prokop mit dem Innenressort zu betrauen, bekräftigte der Kanzler einmal mehr. (APA)

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