Kovats an RHI nicht mehr interessiert

23. Dezember 2004, 19:42
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Vor einigen Monaten Beteiligung geprüft, jetzt aber "kein Thema mehr"

Wien - Spekulationen um einen möglichen Einstieg der Everest Holding rund um die beiden Ex-VA Tech-Großaktionäre Mirko Kovats und Ronny Pecik beim österreichischen Feuerfestkonzern RHI halten sich hartnäckig, sind nach einer jüngsten Festlegung aus der Gruppe aber überflüssig. "Wir haben kein Interesse an RHI", stellte Pecik gegenüber dem "WirtschaftsBlatt" (Freitag-Ausgabe) klar.

Eine Beteiligung über den Ankauf von Wandelanleihen sei vor einigen Monaten geprüft, dann jedoch fallen gelassen worden.

"RHI ist kein Thema mehr, wir haben Größeres im Sinn", sagt Pecik der Zeitung. Angepeilt werde die substanzielle Beteiligung an einem Konzern "in der Dimension der VA Tech, zwar mit etwas weniger als 4 Milliarden Euro Umsatz, aber ebenfalls ein Turnaround-Kandidat".

Konkrete Schritte gesetzt

Um welchen Konzern es sich handelt, will Pecik nicht verraten: "Das ist heikel, weil er in Europa börsenotiert ist, zweitens wissen die Vorstände noch nichts von unseren Plänen." Konkrete Schritte, sprich Aktienkäufe, seien aber bereits gesetzt worden. Bis zum Sommer 2005 könnte das Projekt soweit gediehen sein, dass meldepflichtige Aktienpakete im Besitz der Everest Holding sind. Dann würde das Zielobjekt ohnedies in der Öffentlichkeit bekannt.

Die Everest Holding agiere vorerst unabhängig von der A-Tec-Gruppe, die im Mehrheitsbesitz der Privatstiftungen von Kovats und Pecik steht. Erst wenn Everest-Beteiligungen zu A-Tec passen, könnten sie überwechseln.

Für A-Tec (rund 7.000 Mitarbeiter, 1,2 Mrd. Euro Umsatz, 30 Mio. Euro Gewinn) ist ein Börsegang 2006 vorgesehen. "Andritz ist das Vorbild", sagt Pecik: Der Grazer Technologiekonzern sei ähnlich aufgestellt und nahezu gleich groß. Folglich müsste, so die Zeitung, der Wert ähnlich sein: mehr als 700 Millionen Euro.(APA)

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