Inode mit neuem Image, frischem Geld und neuen Managern

29. Dezember 2004, 11:16
43 Postings

Provider setzt seine Segel Richtung Börsegang - Finanzinvestoren steigen mit 10,5 Millionen Euro ein

Der österreichische Breitband-Internetanbieter Inode hat sich die beiden Risikofinanzierer Global Equity Partners (GEP) und Gamma Capital Partners (GCP) an Bord geholt, um die weitere Expansion zu finanzieren und für einen Börsegang ab 2006 gerüstet zu sein. Dies teilte der Provider am Donnerstag vor Journalisten in Wien mit.

"Illuminati Privatstiftung"

Insgesamt schießen die Risikofinanzierer 10,5 Millionen Euro zu und übernehmen 32,5 Prozent an Inode. Die restlichen Anteile bleiben in der Hand der Gründer – der "Illuminati Privatstiftung".

Management Know How"

Die 10,5 Mio. Euro, die – vorwiegend als Eigenkapital – zu zwei Dritteln von der GEP und zu einem Drittel von der GCP gestellt werden, sollen in den kommenden 12 Monaten in die Inode eingebracht werden, sagte der Vorstand der GEP-Beteiligungsgesellschaft HTA III, Herbert Herdlicka.

GEP-Vorstand Herdlicka und GCP-Geschäftsführer Klaus Matzka ziehen auch in den Inode-Aufsichtsrat ein. Herdlicka war Mitgründer von Österreichs erstem kommerziellen Internetproviders Eunet. Matzka verdiente sich Sporen in der heimischen IT-Landschaft durch die Gründung von Magnet – einem der Provider der mittlerweile, ebenso wie Eunet, von dem US-Investor Jordan Industries gekauft wurde. Als neuer Inode-Finanzvorstand wurde der ehemalige Eunet/Tiscali-Manager Wolfgang Haidinger installiert.

"Inode ist eine erfolgreiche Firma, die jährlich um 100 Prozent wächst, und damit für uns der typische Kandidat für einen Börsegang in den nächsten zwei bis drei Jahren", so Herdlicka. Ein Börsegang sei für Inode frühestens 2006 möglich, früher sei ein IPO (Initial Public Offering) auf Grund des aktuellen "Zustands der Börsen" nicht ratsam.

Perle

"Inode ist die Perle der Telekom-Unternehmen der neuen Generation in Österreich", bemerkte GCP-Chef Klaus Matzka. Inode werde künftig auch über die Grenzen Österreichs hinaus erfolgreich sein. Das Thema der nächsten Jahre sei nicht die Sprachtelefonie, sondern Breitband-Internet und Internet-Telefonie (Voice over IP), dafür sei Inode bestens gerüstet. Inode werde sich auch von der Telekom Austria (TA), die mit einer Quersubventionierung einzelner Bereiche kämpfe, und von der UTA, die mit Sprachtelefonie eine "falsche Strategie" eingeschlagen habe, abheben.

80.000 Kunden

Der Internet-Provider plant heuer mit 300 Mitarbeitern einen Umsatz von 40 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll bei 400.000 Euro liegen. Das Unternehmen hat aktuell knapp 80.000 Kunden, davon 50.000 im Breitband-Bereich, und hat bisher mit einem Investitionsvolumen von knapp 6 Mio. Euro rund 150 Standorte in Österreich entbündelt.

Lichtenstein und neues Image

Wachsen will das Unternehmen im umliegenden Ausland. In Lichtenstein wird am Freitag der Betrieb aufgenommen, in Tschechien hat man bereits erste Fundamente gelegt. Auch will sich Inode ein neues Image verpassen. So will man künftig verstärkt als "Qualitätsanbieter für Businesskunden" in Erscheinung treten.(APA/red)

Link

Inode

  • Artikelbild
    foto: sum
Share if you care.