Franz Lederer bleibt Mattersburg-Trainer

20. Dezember 2004, 13:39
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SVM-Urgestein erhielt unbefristeten Vertrag; Pucher: "Er hat sich die Chance verdient"

Mattersburg - Der bisherige Interimscoach Franz Lederer bleibt wie erwartet auch in Zukunft Chef-Trainer des österreichischen Fußball-Bundesligisten SV Mattersburg. Der 41-Jährige einigte sich mit Obmann Martin Pucher auf einen unbefristeten, mit einer entsprechenden Kündigungsklausel versehenen Vertrag und erntet damit die Früchte der Erfolgsserie von fünf Siegen in fünf Pflichtspielen seit seinem Amtsantritt. "Die Ergebnisse sprechen für sich, er hat die Chance verdient", erklärte Pucher.

Lederer, der zuvor jahrelang als Co-Trainer fungiert hatte, war am 18. November als Nachfolger von Muhsin Ertugral ins erste Glied aufgerückt und brachte die Burgenländer sofort auf die Siegerstraße. Dem 5:2 bei seinem Debüt im Pappelstadion gegen Bregenz folgte mit dem 2:1 in Salzburg der erste Liga-Auswärtserfolg des SVM seit über einem Jahr. Danach wurden vor eigenem Publikum die beiden Titel-Aspiranten GAK und Austria geschlagen, ehe die Mattersburger am vergangenen Freitag durch das 3:1 bei den Rapid Amateuren auch noch den Aufstieg ins Cup-Achtelfinale schafften.

Spätestens als Frenkie Schinkels dem Mattersburg-Job ein Engagement als Austria-Scout vorzog, wurde Mattersburg-"Urgestein" Lederer eine ernsthafte Überlegung für Pucher. "Er ist ein ruhiger, verlässlicher Mensch, der die Mannschaft genau kennt und daher weiß, wie er mit ihr umgehen soll", lobte der Obmann seinen Betreuer.

Die Entscheidung, den Sprung an die Spitze des Trainerstabs zu wagen, birgt für Lederer freilich auch Risiken. Im Falle der Erfolglosigkeit droht die Gefahr, den Verein, dem er praktisch schon von Kindesbeinen an zuerst als Spieler und dann als Coach verbunden war, verlassen zu müssen. "Es ist ihm bewusst, dass der Trainersessel in der Bundesliga ein heißer Stuhl ist", meinte Pucher, ergänzte aber auch: "So lange er diese ehrliche Arbeit für den Verein abliefert, wird er immer ein Thema für den Verein sein, egal in welcher Funktion."(APA)

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