Asfinag meldet Europpass-Übernahme bei Kartellgericht an

23. Dezember 2004, 19:42
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Verhandlungen mit bisherigem italienischen Partner Autostrade laufen aber noch

Wien - Die Autobahngesellschaft Asfinag hat die vollständige Übernahme der Mautgesellschaft Europpass von der italienischen Autostrade beim Kartellgericht angemeldet. Dies geht aus einem Inserat des Oberlandesgerichts Wien im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" hervor. Die Einspruchsfrist läuft bis 21. Dezember.

Aufsichtsratspräsident Johann Quendler hatte bereits vergangenen Donnerstag bestätigt, dass die Asfinag eine entsprechende Kaufoption gezogen habe. Die Verhandlungen mit den Italienern über eine teilweise Rückabwicklung der Übernahme sind noch im Laufen. Die Mehrheit der Europpass soll nach Vorstellung des Verkehrsministeriums aber in österreichischer Hand bleiben.

Industrie soll profitieren

Hintergrund ist, dass nach Vorstellung des Ministeriums auch die österreichische Industrie von der geplanten Expansion der Europpass - vor allem in Osteuropa - profitieren soll. Die Asfinag selbst soll künftig rund 25 Prozent an der Europpass halten.

Einigen sich Asfinag und Autostrade nicht, ist aber auch die Gründung einer neuen Mautgesellschaft für die Expansion im Ausland nicht ausgeschlossen. Dann würde die Asfinag die 100 Prozent an der Europpass behalten, heißt es aus Kreisen des Verkehrsministeriums. (APA)

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