Der Titelverteidiger bleibt dabei

11. Juli 2005, 15:10
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FC Porto durch 2:1 über Chelsea im Achtelfinale - Bremen gewinnt Endspiel in Valencia - auch Arsenal schafft den Aufstieg

Wien - Seit Dienstagabend sind zwölf der insgesamt 16 Achtelfinalisten in der Fußball-Champions- League bekannt. Nach Juventus, Bayern München (Gruppe C), Manchester United, Lyon (D), PSV Eindhoven (E), Milan, Barcelona (F), Inter Mailand (G) und Chelsea (H) qualifizierten sich in der sechsten und letzten Runde der Gruppen E bis H auch Arsenal (E), Werder Bremen (G) und Titelverteidiger FC Porto (H) für die nächste Phase. Am Mittwochabend wird das Feld mit vier weiteren Mannschaften aus den Gruppen A bis D komplettiert.

Am spannendsten ging es am Dienstag in den Gruppen G und H zu. Dem SV Werder Bremen hätte in Valencia gegen den spanischen Meister das 0:0 genügt (ein 1:0 hätte die Gastgeber weitergebracht). In der 83. Minute erlöste Edeljoker Nelson Valdez die Hanseaten mit dem 1:0 und ließ in der 92. Minute noch das 2:0 folgen. Die hektischen Schlussminuten sahen unschöne Szenen. Die Spanier verloren zunehmend die Nerven und wurden gegen die Bremer wiederholt handgreiflich. Angulo nach einem groben Foul an Valdez die Rote Karte. Von den Rängen prasselten diverse Wurfgeschosse auf das Spielfeld.

In Porto gab es erst in der 86. Minute die Entscheidung: Der Südafrikaner Benni McCarthy köpfelte zum 2:1 gegen Chelsea ein. Damit bremste der Titelverteidiger im fast letzten Moment ZSKA Moskau aus und der Besuch von Chelsea-Trainer Jose Mourinho an seiner alten Wirkungsstätte wurde ein für beide Seiten erfreulicher. Auch die Regel, dass noch nie ein Pokalverteidiger schon in der Gruppenphase die Segel streichen musste, wurde bestätigt. Den Russen reichte ein 3:1 in Paris gegen SG durch drei Treffer ihres Kapitäns Semak mit 3:1 zwar nicht zum Achtelfinal-Einzug, als Tabellendritter gibt es aber immerhin eine Zukunft im UEFA-Cup.

Kein Widerstand von Trondheim

Schließlich spazierte sich Arsenal mit dem klaren 5:1 gegen die hilf- und lustolse Elf aus Trondheim nicht nur ins Achtelfinale, sondern holte gleichzeitig den ersten Platz in Gruppe E, da die schon vorher qualifizierten Eindhovener in Athen gegen Panathinaikos glatt mit 1:4 geschlagen gaben. Reyes (schon in Minute drei), Henry, Fabregas, Pires und van Persie scorten für die Kanoniere, die durch Hoftun (nach einem Fehler von Lehmann-Ersatz Almunia) ein Gegentor hinnehmen mussten.

Während Inter Mailand (3:0 gegen Anderlecht durch Tore von Cruz und Martins 2) wie auch Arsenal (allerdings nur zwei Siege bei vier Remis) ungeschlagen blieben, erwischte es den FC Barcelona zum zweiten Mal. Die Katalanen, die im Finish einen Elfer vergaben, waren allerdings beim 0:2 in Donezk bloß mit einer besseren B-Elf angetreten. Der Nigerianer Aghahowa scorte zwei Mal. (APA/red)

RESULTATE vom Dienstag:

Gruppe E:

  • Panathinaikos Athen - PSV Eindhoven 4:1 (2:1) Athen, 10.196. Tore: Papadopoulos (30.), Münch (45./Elfer,57.), Sanmartean (81.) bzw. Beasley (38.)

  • FC Arsenal - Rosenborg Trondheim 5:1 (4:1) London, 35.421. Tore: Reyes (3.), Henry (24.), Fabregas (29.), Pires (41./Elfmeter), Van Persie (84.) bzw. Hoftun (38.)

    Gruppe F:

  • Schachtjor Donezk - FC Barcelona 2:0 (2:0) Donezk, 25.500. Tore: Aghahowa (14., 22.)

  • Celtic Glasgow - AC Milan 0:0 Glasgow, 60.000.

    Gruppe G:

  • Inter Mailand - RSC Anderlecht 3:0 (1:0) Mailand, 30.000. Tore: Cruz (33.), Martins (60.,63.)

  • Valencia CF - Werder Bremen 0:2 (0:0) Valencia, 49.000. Tor: Valdez (83., 92.) Rote Karte: Angulo (90./Valencia)

    Gruppe H:

  • Paris SG - ZSKA Moskau 1:3 (1:1) Paris, 45.000. Tore: Pancrate (37.) bzw. Semak (28.,64.,70.). Gelb-Rot: Semberas (Moskau/54.)

  • FC Porto - Chelsea FC 2:1 (0:1) Porto, 42.409. Tore: Diego (61.), McCarthy (86.) bzw. Duff (34.)
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      Portos Brasilianer schoss gegen Chelsea den Ausgleich und hob darauf das Shirt aus dessen angestammter Position und die Augen gen Himmel.

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      Der erst 21-jährige Nelson Valdez ebnete Bremen mit zwei Toren im Mestalla von Valencia den Weg ins Achtelfinale.

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      Thierry Henry überhebt den herausstürzenden Rosenborg-Keeper Espen Johnsen - der Aufstieg von Arsenal stand nie in Frage, zu schwach präsentierten sich die Norweger.

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