"Ich bin die Gefangene meiner Sprache"

9. Dezember 2004, 16:57
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Jelinek beschäftigt sich in ihrer Nobelpreisrede mit Stellung als Autorin und Verlust ihrer Sprache - Österreich kaum Thema - Gekürzte Fassung

Elfriede Jelinek: "Ich bin die Worte aus dem Abseits, die seit Dienstag in Fernsehen und Internet um Aufmerksamkeit kämpfen: Auszüge aus der Rede, die die österreichische Literaturnobelpreisträgerin per Video zur Eröffnung der traditionellen "Nobel-Lectures" nach Stockholm übermittelte.


Stockholm - "Ist Schreiben die Gabe der Schmiegsamkeit, der Anschmiegsamkeit an die Wirklichkeit? Man möchte sich ja gern anschmiegen, aber was geschieht da mit mir? Was geschieht mit denen, die die Wirklichkeit gar nicht wirklich kennen? Die ist ja sowas von zerzaust. Kein Kamm, der sie glätten könnte. Die Dichter fahren hindurch und versammeln ihre Haare verzweifelt zu einer Frisur, von der sie dann in den Nächten prompt heimgesucht werden. Etwas stimmt nicht mehr mit dem Aussehen.

Aus seinem Heim der Träume kann das schön aufgetürmte Haar wieder verjagt werden, das sich aber ohnedies nicht mehr zähmen läßt. Oder wieder zusammengefallen ist und nun als Schleier vor einem Gesicht hängt, kaum daß es endlich gebändigt werden konnte. Oder unwillkürlich zu Berge steht vor Entsetzen vor dem, was dauernd geschieht. Es läßt sich einfach nicht ordnen. Es will nicht. So oft man auch mit dem Kamm mit den paar ausgebrochenen Zinken hindurchfährt - es will einfach nicht. Etwas stimmt jetzt noch weniger. Das Geschriebene, das vom Geschehen handelt, läuft einem unter der Hand davon wie die Zeit, und nicht nur die Zeit, während der es geschrieben wurde, während der nicht gelebt wurde. Niemand hat etwas versäumt, wenn nicht gelebt worden ist. Nicht der Lebende und nicht die getötete Zeit, und der Tote schon gar nicht. [...] Der Wutwind weht und reißt alles mit

Der Wutwind weht und reißt alles mit. Und es reißt alles davon, egal wohin, aber nie mehr in diese Wirklichkeit, die ja abgebildet werden soll, zurück. Überallhin, nur dorthin nicht. Die Wirklichkeit ist das, was unter die Haare, unter die Röcke fährt und sie eben: davonreißt, in etwas anderes hinein. Wie soll der Dichter die Wirklichkeit kennen, wenn sie es ist, die in ihn fährt und ihn davonreißt, immer ins Abseits. Von dort sieht er einerseits besser, andrerseits kann er selbst auf dem Weg der Wirklichkeit nicht bleiben. Er hat dort keinen Platz. Sein Platz ist immer außerhalb. Nur was er aus dem Außen hineinsagt, kann aufgenommen werden, und zwar weil er Zweideutigkeiten sagt. [...]

Es besagt genau das, was besser ungesagt geblieben wäre (weil man es hätte besser sagen können?), was immer unklar bleiben mußte und grundlos. Zuviele sind schon bis zum Bauch darin eingesunken. Es ist Treibsand, aber er treibt nichts an. Es ist grundlos, aber nicht ohne Grund. Es ist beliebig, aber es wird nicht geliebt.

Das Außerhalb dient dem Leben, das genau dort nicht stattfindet, sonst wären wir alle ja nicht mittendrinnen, im Vollen, im vollen Menschenleben, und es dient der Beobachtung des Lebens, das immer woanders stattfindet. Dort, wo man nicht ist. Warum jemanden beschimpfen, weil er auf den Weg des Reisens, des Lebens, des Lebensreisens nicht zurückfindet, wenn es ihn vertragen hat - und dieses Vertragen ist kein sich mit jemand anderem Vertragen, aber auch kein Weitertragen -, einfach zufällig vertragen hat wie den Staub an den Schuhen, der von der Hausfrau unerbittlich verfolgt wird, wenn auch etwas weniger unerbittlich als der Fremde von den Heimischen verfolgt wird. [...]
© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

Geborenen Mundmenschen

Verschieden ist er noch nicht, aber im Abgeschiedenen ist er immerhin schon. Von dort sieht er diejenigen, die von ihm verschieden sind, voneinander aber auch, in ihrer Vielfalt an, um sie in Einfältigkeit darzustellen, um sie in Form zu bringen, denn die Form ist das Wichtigste, von dort aus also sieht er sie besser. [...]

Man ist gar nicht dagewesen. Aber man weiß trotzdem, was los ist. Es ist einem von einem Bildschirm herunter gesagt worden, aus vor Schmerz verzerrten, blutverschmierten Gesichtern, aus lachenden geschminkten, für die Schminke vorher noch eigens aufgeblasenen Mündern oder andren, die eine Frage im Quiz richtig beantwortet haben, oder geborenen Mundmenschen, Frauen, die nichts dafür- und nichts dazutun können, die aufgestanden sind und eine Jacke ausgezogen haben, um ihre frisch gehärteten Brüste, die früher gestählte waren und Männern gehört haben, in die Kamera zu halten. Dazu jede Menge Kehlen, aus denen es heraussingt wie Mundgeruch, nur lauter. [...]

Mir stehen, wie gesagt, die Haare zu Berge, und kein Festiger da, der sie wieder zum Niederlegen zwingen könnte. Auch keine Festigkeit in mir. Nicht auf mir, nicht in mir. Wenn man im Abseits ist, muß man immer bereit sein, noch ein Stück und noch ein Stück zur Seite zu springen, ins Nichts, das gleich neben dem Abseits liegt. Und das Abseits hat seine Abseitsfalle auch gleich mitgebracht, die ist jederzeit bereit, sie klafft auf, um einen noch weiter fortzulocken." [...]
© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

"Durch den Rückstoß dieser Sprache werde ich immer weiter in diesen abseitigen Raum hineingejagt"

"Es läuft zur Sicherheit, nicht nur um mich zu behüten, meine Sprache neben mir her und kontrolliert, ob ich es auch richtig mache, ob ich es auch richtig falsch mache, die Wirklichkeit zu beschreiben, denn sie muß immer falsch beschrieben werden, sie kann nicht anders, aber so falsch, daß jeder, der sie liest oder hört, ihre Falschheit sofort bemerkt. Die lügt ja! Und dieser Hund Sprache, der mich beschützen soll, dafür habe ich ihn ja, der schnappt jetzt nach mir.

Mein Schutz will mich beißen. Mein einziger Schutz vor dem Beschriebenwerden, die Sprache, die, umgekehrt, zum Beschreiben von etwas anderem, das nicht ich bin, da ist - dafür beschreibe ich ja soviel Papier -, mein einziger Schutz kehrt sich also gegen mich. Vielleicht habe ich ihn überhaupt nur, damit er, indem er vorgibt, mich zu schützen, sich auf mich stürzt. Weil ich im Schreiben Schutz gesucht habe, kehrt sich dieses Unterwegssein, die Sprache, die in der Bewegung, im Sprechen, mir ein sicherer Unterstand zu sein schien, gegen mich. Kein Wunder. Ich habe ihr doch sofort mißtraut. Was ist das für eine Tarnung, die dazu da ist, daß man nicht unsichtbar wird, sondern immer deutlicher? Die Sprache gerät ja irrtümlich manchmal auf den Weg, aber aus dem Weg geht sie nicht. Es ist kein willkürlicher Vorgang, das mit Sprache Sprechen, es ist einer, der unwillkürlich willkürlich ist, ob man will oder nicht. Die Sprache weiß, was sie will. [...]

Sie hat mich jetzt bemerkt und sofort angeherrscht, diese Sprache. Diese Herrenanmaßung wagt sie gegen mich, sie erhebt die Hand gegen mich, sie mag mich nicht. Sie würde gern die netten Leute auf dem Weg mögen, neben denen sie herrennt wie der Hund, der sie ist, der Gehorsam vortäuscht. In Wirklichkeit ist sie nicht nur mir, sie ist auch allen anderen ungehorsam. Sie ist für sich. [...]


© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

Dorthin, wo meine Sprache schon ist

Ich möchte nur irgendwie dorthin, wo meine Sprache schon ist und höhnisch zu mir herübergrinst. Sie weiß ja, daß, wenn ich einmal zu leben versuchte, sie mir das schon rechtzeitig eintränken würde. Sie würde es mir zuerst eintränken, dann auch noch versalzen. Gut. Streue ich also noch Salz auf den Weg der andren, ich werfe ihn hinüber, daß ihr Eis schmilzt, Streusalz, damit der Sprache ihr sicherer Grund genommen werde. Dabei ist sie doch längst bodenlos. Eine bodenlose Frechheit von ihr! Wenn ich mich schon nicht auf sicherem Grund befinde, soll meine Sprache das auch nicht dürfen. Recht geschieht ihr! Warum ist sie nicht bei mir geblieben, im Abseits, warum hat sie sich von mir getrennt? Sie wollte mehr sehen als ich? Auf dem Hauptweg dort drüben, wo mehr Leute sind, vor allem angenehmere, die miteinander nett plaudern? Sie wollte mehr wissen als ich? Sie hat zwar je schon mehr gewußt als ich, aber es muß immer noch mehr sein. Sie wird sich durch in sich Hineinfressen noch umbringen, meine Sprache. Sie wird sich überfressen an der Wirklichkeit. Geschieht ihr recht! Ich habe sie ausgespuckt, aber sie selber spuckt nichts aus, sie ist eine gute Futterverwerterin. Meine Sprache ruft zu mir herüber, ins Abseits, sie ruft am liebsten ins Abseits, da muß sie nicht so genau zielen, das muß sie auch nicht, denn sie trifft ihr Ziel ja, indem sie nicht irgend etwas sagt, sondern mit der "Strenge des Lassenden" spricht, wie Heidegger über Trakl sagt. Sie ruft mich an, die Sprache, das kann heute jeder, denn er hat seine Sprache in einem kleinen Gerät immer bei sich, damit er sprechen kann, wozu hätte er es denn gelernt?, sie ruft mich also dort, wo ich in der Falle stecke und schreie und strample, aber nein, es stimmt nicht, nicht meine Sprache ruft, die ist ja ebenfalls weg, meine Sprache ist mir weggeblieben, sie muß daher anrufen, sie schreit mir ins Ohr, egal aus welchem Gerät, einem Speicher oder einem Handy, einem Zellentelefon, von dort brüllt sie mir ins Ohr, daß es keinen Sinn hat, etwas auszusprechen, das tut sie schon selber, ich soll einfach sagen, was sie mir vorsagt. [...]

Durch den Rückstoß dieser Sprache, die ich selbst erzeugt habe und die mir davongerannt ist (oder habe ich sie zu diesem Zweck erzeugt? Damit sie sofort vor mir davonläuft, weil ich selbst es nicht geschafft habe, rechtzeitig vor mir selbst davonzurennen?), werde ich immer weiter in diesen abseitigen Raum hineingejagt. Meine Sprache wälzt sich bereits wohlig in ihrer Suhle, dem kleinen provisorischen Grab auf dem Weg, und sie schaut hinauf zum Grab in den Lüften, sie wälzt sich auf den Rücken, ein zutrauliches Tier, das den Menschen gefallen möchte wie jede anständige Sprache, sie wälzt sich, macht die Beine breit, wahrscheinlich um sich streicheln zu lassen, warum denn sonst."
© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

"Es gibt zuviele Tote, auf die ich schauen muß"

Meine Sprache "ist ja süchtig nach Liebkosungen. Das hält sie davon ab, den Toten nachzuschauen, auf die ich dafür schauen muß, das bleibt dann natürlich an mir hängen. Daher hatte ich ja keine Zeit, meine Sprache im Zaum zu halten, die sich jetzt schamlos unter den Händen der Streichler wälzt. Es gibt einfach zuviele Tote, auf die ich schauen muß, das ist ein österreichischer Fachausdruck für: um die ich mich kümmern, die ich gut behandeln muß, aber dafür sind wir ja berühmt, daß wir alle immer gut behandeln. Die Welt schaut schon auf uns, nur keine Sorge. Das müssen wir nicht selber besorgen. [...]

Niemand hat schuld. Auch ich, zerzaust wie ich und mein Haar sind, habe keine schuld, daß die Toten tot bleiben. Ich will, daß die Sprache dort drüben endlich aufhört, sich zur Sklavin fremder Hände zu machen, auch wenn sie ihr noch so wohltun, ich will, daß sie anfangen soll, keine Forderungen zu stellen, sondern selbst eine Forderung zu werden, sich endlich zu stellen, nicht dem Liebkosen, sondern einer Forderung, zu mir zurückzukommen, denn stellen muß die Sprache sich immer, sie weiß es allerdings oft nicht und hört mir nicht zu. [...]

Je mehr Leute also die Aufforderung meiner Sprache annehmen, sie am Bauch zu kratzen, etwas zu zausen, ihre Zutraulichkeit liebevoll anzunehmen, desto weiter stolpere ich davon, ich habe meine Sprache endgültig an die verloren, die sie besser behandeln, ich fliege schon fast, wo war doch gleich dieser Weg, den ich zum Nacheilen brauche?
© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

"Ich bin die Gefangene meiner Sprache"

"Ich bin umnachtet. Ich bin nicht ohnmächtig, aber ich bin umnachtet. Ich bin übernächtigt davon, meiner Sprache nachzuschauen wie ein Leuchtturm aufs Meer, der jemandem heimleuchten soll und daher selber erhellt worden ist, der im sich Drehen immer etwas anderes aus dem Dunkel herausschält, das aber ohnehin da ist, ob man es nun erhellt oder nicht, es ist ein Leuchtturm, der keinem hilft, auch wenn derjenige sich das noch so sehr wünscht, um nicht im Wasser sterben zu müssen.

Je genauer ich sie auszumachen versuche, umso eigensinniger erlischt sie nicht, die Sprache. Ich mache diese Sprachflamme jetzt mechanisch aus, ich schalte auf Sparflamme, aber je mehr ich mich über sie zu stülpen versuche, ein Ersticker an einem langen Stab, mit dem in meiner Kindheit die Kerzen in der Kirche ausgelöscht wurden, je mehr ich diese Flamme zu ersticken suche, umso mehr Luft scheint sie zu haben. Umso lauter schreit sie, sich wälzend unter Tausenden von Händen, die ihr guttun, was ich leider nie getan habe, ich weiß ja selber nicht, was mir guttun würde, also sie schreit jetzt, damit sie von mir fortbleiben kann. [...]


© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

Diese Sprache hat ihren Anfang wohl vergessen

Man soll der eigenen Sprache nicht zu nahetreten, das ist ein Affront, sie ist glatt imstande, sich selbst etwas nachzusprechen, gellend laut, damit man nicht hört, daß ihr das, was sie sagt, vorher vorgesprochen wurde. Sie verspricht mir alles, wenn ich ihr nur nicht nahekomme. Millionen dürfen ihr nahekommen, nur ich nicht! Dabei ist sie meine! Wie finden Sie das? Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie ich das finde. Diese Sprache hat ihren Anfang wohl vergessen, anders kann ich es mir nicht erklären. Sie hat einst bei mir klein angefangen. Nein, wie die groß geworden ist, gar nicht zum Sagen! So erkenne ich sie ja gar nicht. Ich habe sie noch gekannt, als sie soo klein gewesen ist. Als es so still gewesen ist, als die Sprache noch mein Kind war. Jetzt ist sie auf einmal riesig geworden. Das ist nicht mehr mein Kind. Das Kind ist nicht erwachsen geworden, dafür aber groß, es weiß nicht, daß es mir noch nicht entwachsen ist, aber wach ist es immerhin. Es ist so wach, daß es sich selbst mit seinem Schreien übertönt, und auch jeden anderen, der lauter schreit als sie. Dann schraubt sie sich in unglaubliche Höhen. Glauben Sie mir, das wollen Sie gar nicht wirklich hören! Ich bin nicht stolz auf dieses Kind, glauben Sie mir auch das, bitte!

Ich habe an seinem Anfang gewollt, daß es so leise bleibt wie damals, als es noch sprachlos war. Ich will auch jetzt nicht, daß es über etwas hinwegfegt wie ein Sturm, daß es andre dazu bringt, noch lauter zu brüllen und die Arme hochzureißen und mit harten Gegenständen zu werfen, die meine Sprache gar nicht mehr fassen und fangen kann, sie ist ja, auch meine Schuld, immer so unsportlich gewesen. [...]


© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

Die Sprache, die mein Gefängniswärter ist

Ich bleibe in ihr gefangen, auch wenn sie weg ist. Ich bin die Gefangene meiner Sprache, die mein Gefängniswärter ist. [...] Da kommt einer, der schon gestorben ist, und der spricht zu mir, obwohl das für ihn nicht vorgesehen ist. Er darf das, viele Tote sprechen jetzt mit ihren erstickten Stimmen, jetzt trauen sie sich das, weil meine eigene Sprache nicht auf mich aufpaßt. Weil sie weiß, daß das nicht nötig ist.

Wenn sie mir auch wegrennen mag, ich komme ihr nicht abhanden. Ich bin ihr zu Handen, aber dafür ist sie mir abhanden gekommen. Ich aber bleibe. Was aber bleibt, stiften nicht die Dichter. Was bleibt, ist fort. Der Höhenflug wurde gestrichen. Es ist nichts und niemand eingetroffen. Und wenn doch, wider jede Vernunft, etwas, das gar nicht angekommen ist, doch ein wenig bleiben möchte, dann ist dafür das, was bleibt, das Flüchtigste, die Sprache, verschwunden. Sie hat auf ein neues Stellenangebot geantwortet. Was bleiben soll, ist immer fort. Es ist jedenfalls nicht da. Was bleibt einem also übrig." (APA)
© DIE NOBELSTIFTUNG 2004

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Der vollständige Text der Nobelpreisrede von Elfriede Jelinek ist unter nobelprize.org abrufbar.

Neben der deutschen Originalfassung sind auch Übersetzungen in englisch, schwedisch und französisch abrufbar.
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    Elfriede Jelinek bei ihrer Nobelpreis-Rede.

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