Ozon bei Bandscheibenproblemen

10. Dezember 2004, 18:31
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Chemonukleolyse ist ei­ne Therapie gegen Rü­ckenschmerzen, geeig­net für Menschen mit degenerativen Band­scheiben-Veränderungen

Frankfurt/Main - Eine neue Therapie soll Patienten mit chronischen Rückenschmerzen schmerzfrei machen. Die so genannte Chemonukleolyse mit Ozon ist für Menschen geeignet, deren Beschwerden entweder auf degenerative Veränderungen der Bandscheiben oder einen Bandscheibenvorfall zurückgehen, wie das Universitätsklinikum Frankfurt am Main berichtet.

Während der minimal-invasiven Behandlung wird ein Ozon-Sauerstoffgemisch in die Bandscheibe gespritzt, das Durchblutung und Sauerstoffzufuhr fördern und Entzündungen vermindern soll. Das Ozon blockiert mehrere Monate lang vor allem jene Schmerzen, die von den Nerven in den beschädigten Bandscheiben ausgehen. Der etwa 20-minütige Eingriff erfolgt ambulant bei lokaler Betäubung. Studien zufolge sind 75 Prozent der Patienten nach der Therapie mindestens drei Monate lang schmerzfrei.

Im Gegensatz zu konventionellen Operationen ist diese Therapie nicht mit postoperativen Narben verbunden, die ebenfalls Beschwerden verursachen können. Zudem kann die Behandlung mehrmals wiederholt werden. Komplikationen durch Ozon sind nach Angaben des Frankfurter Professors Thomas Vogl nicht zu erwarten. (APA)

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    derstandard.at
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