"Die Österreicher sind schneller als die Deutschen"

16. Dezember 2004, 14:36
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Norbert Walter bedauert, dass viele europäische Länder den notwendigen Strukturreformen nachhinken

Wien - Wie die EZB bedauert auch der Chefökonom der Deutschen Bank, Norbert Walter, dass viele europäische Länder den "notwendigen Strukturreformen nachhinken". Ausnahmen sieht er "in Irland, das seiner Armut und in Finnland, das dem russischen Bären entkommen ist".

Als positives Beispiel erwähnt Walter aber auch die Österreicher. Die seien jedenfalls "immer ein bisserl schneller als die Deutschen. Die sind nur Ingenieure, die Österreicher auch Verkäufer." Walters Beispiel: "Da verkauft jemand Glas und nennt das Swarovski." Aber auch bei der Vermarktung von Sportevents würden die Österreicher "wirklich ein anderes Talent beweisen".

Auch hätten sie ihre "Exzesse in der verstaatlichten Industrie kürzer gehalten" als der große Nachbar. "Wir bestehen heute noch auf unseren Kohlezechen", ätzt Walter.

Und während Deutschland "noch heute mit der Wiedervereinigung beschäftigt ist", habe Österreich in der Zwischenzeit "erfolgreich nach Osteuropa expandiert". Kurzum: "Die Österreicher kommen mit ihrer Schlitzohrigkeit schneller zu einem Ende als die Deutschen." (gra, DER STANDARD Printausgabe, 02.12.2004)

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