Kolumbien: FARC plante angeblich Anschlag auf Bush

2. Dezember 2004, 13:45
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Verteidigiungsminister legt keine Beweise für Behauptung vor - Kein Kommentar vom Weißen Haus

Washington - Während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Kolumbien am vergangenen Montag sollen angeblich marxistische Rebellen einen Anschlag auf ihn geplant haben. Dies berichtete der US-Sender CNN am Samstag unter Berufung auf Quellen in Kolumbien. Aus dem Weißen Haus gebe es dazu keinen Kommentar, so der Sender. Für den nur etwa vierstündigen Besuch von Bush in Kolumbien waren aus Angst vor Angriffen der Rebellen äußerst scharfe Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Bush war in Cartagena mit dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe zusammengetroffen.

FARC beschuldigt

Der kolumbianische Verteidigungsminister Jorge Alberto Uribe habe von dem angeblichen Anschlagsplan auf US-Präsident George W. Bush während seines Kurz-Besuchs in Kolumbien gesprochen, berichtete der US-Sender CNN. Demnach hätte die FARC-Guerilla (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) die Ermordung von Bush geplant. Beweise habe der Minister aber nicht vorgelegt.

Im kolumbianischen Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und der Guerilla habe die marxistische Guerilla ein Interesse daran, den USA als Unterstützer der kolumbianischen Regierung zu schaden. Umgekehrt wolle aber auch die kolumbianische Regierung die Unterstützung der USA im Kampf gegen die Rebellen nicht verlieren, analysierte der Sender. Die FARC wird von den USA als terroristische Gruppe eingestuft. (APA)

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    Auf Präsident George W. Bush (rechts) wurde angeblich ein Anschlag geplant. Sein Besuch in Kolumbien verlief beschaulich. Unter anderem traf er mit seiner Frau Laura (links) auf "Juan Valdez", die Symbolfigur der kolumbianischen Kaffeepflanzer-Vereinigung mit seinem Maultier "Conchita" (Mitte)

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