KMU-Bewertung auf Knopfdruck

6. September 2005, 09:01
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Ein Online-Check ermöglicht Kleinunternehmern, sich schnell und kostenlos ein Bild über die Unternehmenslage zu machen

Fast alle Unternehmer plagt das selbe Problem: Wenn die Zahlen zeigen, dass etwas schief läuft, ist es meistens schon zu spät. Tiefe Einschnitte zur Rationalisierung müssen getroffen werden, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen.

Teuer und zeitaufwändig

Möglichkeiten, als Unternehmer professionelles Feedback zu erhalten, sind etwa externe Ratings, Wirtschaftsprüfungen oder Unternehmensberatungen. Wer dafür weder genügend Zeit noch ausreichend liquide Mittel aufbringen kann, dem steht im Online-Selbsttest ein schnelle und kostenlose Alternative zur Verfügung.

Den Status quo überprüfen

Ein von der Unternehmensberaterin Regina Haberfellner und dem WIFI Wien entwickeltes und mit EU-Mitteln gefördertes Projekt hat sich der Entwicklung eines speziellen Online-Checks Klein- und Mittelunternehmer gewidmet. "JungunternehmerInnen, aber auch alte Hasen" könnten hier kostenlos und anonym den eigenen Status quo überprüfen, so die Verantwortlichen.

Veränderung sehen

Die Fragenblöcke zu den Themenbereichen Finanzplanung und Finanzkontrolle, strategische Positionierung, Risikomanagement und Work-Life-Balance sind auf die verschiedenen Lebensphasen eines Unternehmens abgestimmt. Nachdem sie die Testfragen beantwortet haben, erhalten die User online ihre individuelle Auswertung. Diese kann gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen werden, um Veränderungen ablesen zu können.

Vergleich mit Anderen

Neben der Möglichkeit zur Selbsteinstufung ermöglicht der Check aber auch einen Vergleich mit anderen Unternehmen: Jeder User kann seinen Test einem bestehenden Datenpool hinzufügen und sehen, wie andere Selbständige geantwortet haben. Auch hier werde die Anonymität der User gewährt, sagen Haberfellner und Alois Frank vom WIFI Wien.

"Wir verteilen keine Noten, sondern möchten die Unternehmer und Unternehmerinnen zur Reflexion anregen und für mögliche Risikofaktoren sensibilisieren", erklärt Frank. Gerade die Planung und Fragen der strategischen Positionierung würden häufig unter dem Druck des Tagesgeschäfts vernachlässigt. (mas)

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