Vergleichsangebot am Tisch

6. Dezember 2004, 12:58
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Salzburger Sparkasse bietet maximal 7,27 Millionen Euro als "Beitrag zum sozialen Frieden"

Salzburg - Die Salzburger Sparkasse hat heute, Dienstag, am Abend den Klagevertretern einen Vergleich in der Höhe von maximal 7,27 Mio. Euro angeboten. "Das ist ein Beitrag zum sozialen Frieden, um nach vielen Jahren endlich und endgültig in dieser Causa - auch zum Wohle der WEB-Geschädigten - einen Schlussstrich ziehen zu können", erklärte Generaldirektor Gernot Mittendorfer. Damit sollen sämtliche Ansprüche gegen die Salzburger Sparkasse aus dem WEB-Zusammenbruch bereinigt werden. Klagevertreter Werner Steinacher habe Bedenkzeit erbeten, um sich mit den Klägern absprechen zu können.

"Ich kümmere mich lieber um unsere Kunden, als Anschuldigungen im Gerichtssaal zu widerlegen", so Mittendorfer. Den Klägern, Gerichten und der Öffentlichkeit solle ein weiterer jahrelanger Prozess-Marathon erspart werden, nachdem bereits Strafprozesse gegen die Manager des Immobilienkonzerns mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch genommen hatten, so die Salzburger Sparkasse Bank AG in einer Aussendung.

Monsterprozess bei Nichteinigung

Sollte keine Einigung zwischen den Parteien zu Stande kommen, wird das Zivilstrafverfahren fortgeführt. Dann ist mit bis zu 160 Verhandlungstagen in erster Instanz zu rechnen. 3.235 Anleger fordern in dem Zivilprozess 127,3 Mio. Euro Schadenersatz. Hintergrund der Klage ist der Zusammenbruch des Bautreuhand-WEB-IMMAG-Imperiums vor 15 Jahren. (APA)

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