Mittel für FEMtech verdoppelt

6. Dezember 2004, 11:49
4 Postings

Regierung setzt auf Frauenprojekt, das Wissenschaftlerinnen in Technik und Industrie fördert

Wien - Insgesamt drei Millionen Euro stehen 2005 und 2006 für das Frauenprojekt FEMtech zur Verfügung. Hauptanliegen von FEMtech sei es, mehr Frauen als Wissenschafterinnen in industrielle Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zu bringen, hier gebe es in Österreich den größten Nachholbedarf, sagte dazu die freiheitliche Frauensprecherin Elke Achleitner bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien. Gegenüber 2004 seien die Mittel verdoppelt worden.

Bewusstseinsbildung

Um mehr Frauen weg von den traditonellen Niedriglohn-Berufen und hin zu Technik und Forschung zu bringen, setzt Achleitner vor allem auf Bewusstseinsbildung. Daher würden etwa Projekte unterstützt, bei denen Geschäftsführer von Firmen in Gender-Training unterrichtet werden. Es gibt auch Mentoring-Programme für Frauen, gleichsam als Ersatz für bei Männern ohnehin bestehenden Netzwerke. FEMtech setzt aber auch ganz konkret dort an, wo Frauen in der Forschung flexible Kinderbetreuungsmodelle brauchen. "Eine Wissenschafterin hat unter Umständen sehr unorthodoxe Arbeitszeiten", sagte Achleitner.

Führungspers

Für Achleitner reicht es nicht aus, Frauen in technisch-wissenschaftliche Berufe zu bringen. In der Programmlinie FEMtech Karriere gehe es gezielt darum, Forscherinnen und Technikerinnen auch in Führungspositionen zu heben. Nur so könne langfristig Chancengleichheit hergestellt werden. (APA)

Link

FEMtech

Share if you care.