Innovationen sind für den Markt da

6. Mai 2005, 13:09
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Vorarlberg: FH und Firmen kooperieren

Madloch heißt die wildeste Lecher Skiabfahrt. madloch, kleingeschrieben, steht für die leichteste Skibindung der Welt. Sie soll genau so sicher, aber nur halb so schwer sein wie herkömmliche Produkte dieser Art, versprechen die Designer.

Die Innovation ist ein Projekt von Kumulus, dem Netzwerk für Produktentstehung, in Kooperation mit dem Bregenzer Unternehmen breuerbono design consulting. Kumulus, das Netz aus sieben regionalen Klein- und Mittelbetrieben, hat seinen Ursprung im Forschungszentrum "Prozess- und Produkt-Engineering" der Fachhochschule Vorarlberg. Über das Forschungszentrum wurde das Netzwerk aufgebaut, das nun Klein- und Mittelbetrieben, aber auch Großunternehmen, die Spezialprodukte außerhalb ihrer Kernkompetenz entwickeln möchten, als Dienstleister zur Verfügung steht. "Unsere Schwerpunkte sind Metall und Kunststoff, das Leistungsangebot reicht von der Ideenfindung über die Entwicklung bis zur Markteinführung", sagt Martin Meusburger, Hochschullehrer und Projektmanager.

Von der Koordination

Die Fähigkeiten der sieben Unternehmen werden gezielt eingesetzt und koordiniert, damit aus Ideen marktfähige Produkte werden. "Wir versuchen die Lehre mit konkreten Anwendungen zu hinterfüttern", umschreibt Martin Meusburger die Beteiligung der Studierenden an Netzwerkaufbauten und Forschungszentren. Beispiele dafür im Zusammenhang mit dem Kumulus-Projekt: "Netzwerkthemen sind Schwerpunkte von Diplomarbeiten, Studierende machen Fallstudien."

Mit dem berufsbegleitenden Master-Studiengang "IPD - Integrated Product Developement" bietet die FH Vorarlberg zudem eine Weiterbildungsmöglichkeit für Mitarbeitende aus Entwicklungsabteilungen. Das viersemestrige Post-graduate-Studium vermittelt umfassende Qualifikation für die technischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Aspekte der Produktentwicklung und des Produktmanagements. Weiterbildung zum Thema Produktentwicklung ermöglicht auch der dreisemestriger Lehrgang zum Akademischen Produktentwicklungsmanager.

Die drei im März des Jahres gegründeten Forschungszentren an der Fachhochschule in Dornbirn - Mikrotechnik, User Centered Technologies, Prozess- und Produkt-Engineering - entsprechen den strategischen Forschungsschwerpunkten der Hochschule und dem Bedarf der regionalen Wirtschaft. Die konsequente strategische Ausrichtung mache sich bezahlt, ist im kürzlich erschienenen ersten Forschungsbericht zu lesen, denn dadurch sei es gelungen, mit 1,8 Millionen Euro immerhin 17 Prozent der bundesweiten Fördermittel nach Vorarlberg zu holen.

(Jutta Berger/DER STANDARD-Printausgabe, 20./21.11.2004)

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