Bewohner der Polarregionen stehen vor großen Veränderungen

2. Februar 2005, 20:16
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Mehr als vier Millionen Indigene betroffen - Ursache ist die überdurchschnittliche Erwärmung der Region

London/Reykjavik - Mehr als vier Millionen indigene Bewohner arktischer Regionen werden sich auf rapide und große Veränderungen einstellen müssen. Zu diesem Schluss kommt eine soeben veröffentlichte Studie. Vier Jahre lang haben Forscher die klimatischen Veränderungen der nordpolaren Region untersucht. Trauriges Ergebnis: Die Region erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Erde.

Vertreter verschiedener Volksgruppen wie etwa die finnischen Saami sind sich bereits bewusst darüber, dass ihr Leben in Zukunft anders aussehen wird. "Das Erste, um das wir alle Industrienationen bitten, sind Maßnahmen zur Verlangsamung der globalen Erwärmung", so Geir Tommy Pedersen vom Saami Council. Sein Volk stelle sich jedoch darauf ein, dass es zu massiven Veränderungen der Lebensgewohnheiten kommen werde. "Allerdings bitten wir auch darum, dass wir sämtliche Ressourcen dafür zur Verfügung bekommen", erklärt Pedersen. Das Arctic Climate Impact Assessment ACIA wird die indigenen Bewohner der Region über die Politik der Zukunft aufklären. "Wir müssen unsere Leute davon in Kenntnis setzen, was auf sie zukommt", so Rodion Sulyandziga von der russischen Association of Indigenous Peoples of the North.

Das Assessment wurde von mehr als 300 Forschern vom Arctic Council, dem zwischenstaatlichen Forum von acht Staaten und sechs indigenen Völkern, ins Leben gerufen. Die Ergebnisse der Studie sind im Rahmen einer Konferenz in Reykjavik präsentiert worden. Nach Angaben der Autoren werden die Veränderungen der klimatischen Bedingungen alle in der Arktis lebenden Menschen betreffen. (pte)

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    Ein Vertreter der russischen Saami

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