Firefox war nur der erste Schritt

30. Dezember 2004, 13:37
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Die Mozilla Foundation hat seine weiteren Projekte bekannt gegeben

Gleich nach der Veröffentlichung von Firefox 1.0 – der WebStandard berichtete – hat die Mozilla Foundation ihre weiteren Pläne, um die Dominanz von Microsofts Internet Explorer zu brechen, bekannt gegeben. In drei Bereichen erwarten die Entwickler in Zukunft Wachstum und weitere Entwicklungen: Zum einen im Bereich des Brwosing bei Handys und anderen mobilen Geräten, zum anderen bei der Integration von Desktop Suchfunktionen und drittens in der OEM-Distribution.

Projekt "Minimo"

Eines der wichtigsten Projekte der nahen Zukunft ist für die Mozilla -Entwickler das Projekt Mozilla Minimo – Minimo steht dabei für Mini Mozilla. Dabei handelt es sich um die Entwicklung einer abgespeckten Version des Firefox-Browsers, die in Mobiltelefonen, Set-top-Boxen und anderen Elektrogeräten zum Einsatz kommen soll.

Prominenter Entwickler

Die Mozilla Foundation gab am Dienstag bekannt, dass Doug Turner, derzeit bei AOL Time Warner als Browser-Entwickler tätig, mit Anfang Dezember beim Minimo-Projekt die Fäden ziehen wird. Derzeit kursieren einige – von Mozilla-Vertretern bislang nicht kommentierte - Berichte, wonach das Mozilla-Team in Zukunft stark mit Google oder Nokia zusammenarbeiten könnte.

Desktop-Suche

Das zweite Feld in das die Mozilla-Entwicker in nächster Zeit Geld und Zeit investieren werden, ist die Integration einer Desktop-Suche in Firefox. Dieses Gebiet wird derzeit von einigen Unternehmen erforscht – so etwa Google, Vivisimo und Copernic – die Suchapplikationen für die Inhalte von Desktop-Rechnern auf denMarkt brachten oder bringen wollen. Ein wichtiger Faktor in diesem Bereich ist aus Sicht von Mozilla das Thema Sicherheit; es stellt sich die Frage wie man offene Standards in diesem Bereich entwickeln und wie man diese absichern kann.

Fokus auf OEM

In einem Interview mit CNet gab Chris Hofmann, Mozilla Foundations technischer Direktor bekannt, dass das Unternehmen nun verstärkt mit Computerherstellern über eine fixe Integration von Firefox auf den ausgelieferten Rechnern zusammenarbeiten will. Die OEM-Unternehmen haben derzeit meist nur den Internet Explorer von Microsoft vorinstalliert auf ihren Rechnern, nach den Plänen von Hofmann soll sich dies bald ändern. "Bundles mit OEMs sind sehr weit oben auf unserer Prioritätenliste. Wenn wir unsere bisherigen Erfolge weiter fortsetzen möchten, dann müssen wir signifikante Marktanteile erreichen", so Hofmann.(red)

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    montage: red
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