Kinks "Lola" in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus

28. Oktober 2004, 20:24
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Klassiker interpretiert vom "Urgestein des Austropop"

Wien - Mit Pop-Klassikern der "Kinks" setzten sich die Urgesteine des Austropop von Wolfgang Ambros über Georg Danzer und Hansi Lang bis zu Wilfried auf der neuen CD "Lola!" (Universal) auseinander - und geben den berühmten Songs einen dezidiert österreichischen Spin.

Wilfried verwandelt etwa "You really got me" in "I gspür di zvü", Ambros huldigt dem "Herumliegen in der Sunn" ("Sunny Afternoon") und bei Georg Danzer wird der "Waterloo sunset" zum "Klosterneuburg Sonnenuntergang". Und "Lola" verführt nicht in Soho, sondern in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus. Das Album erscheint am 2. November.

Kinks-Bandleader Ray Davies "griff immer unglaublich skurrile Dinge auf und ging sowohl kompositorisch als auch textlich völlig neue Wege", so Schiffkowitz, der mit STS-Kollegen Günter Timischl den Titelsong "Lola" interpretiert. "Und er schaffte es, sozialkritische Themen mit viel Ironie, Selbstironie und ohne den erhobenen, belehrenden Zeigefinger rüberzubringen."

Initiiert wurde das Album von Produzent und Studiobesitzer Robert Hafner, der seine Autropop-Kontakte nutzte. Warum er - bis auf "Stahlhammer"-Frontman Georgij Makazaria - vor allem die heimischen Stars auswählte, die fast schon selbst der "Kinks"-Generation entstammen, begründet Hafner so: "Jüngere Interpreten können sich nicht mit den Kinks identifizieren, da liegen schließlich 40 Jahre dazwischen".

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