Programme für gesündere Büro-Arbeit

2. November 2004, 15:03
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Consulting gegen PC-Arbeit-Beschwerden

Immer mehr Menschen arbeiten am Computer und unter starkem Zeitdruck. Eine Umfrage von Consulting-Unternehmen ergab jetzt eine hohe Belastung wegen typischer Beschwerden bei Männern und Frauen in Österreich. In Zukunft sollten Unternehmen vermehrt Experten-Rat in Anspruch nehmen, um Arbeitsausfälle etc. zu verhindern, erklärten Experten am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.

Burn-Out-Syndrom

Starre Haltung, Verspannungen, Schmerzen, ständige Müdigkeit und Symptome, die an das Burn-Out-Syndrom heran reichen, wurden durch die Befragung von 377 Männern und 181 Frauen zu einem erheblichen Ausmaß dokumentiert. Mag. Ingrid Pirker-Binder vom Institut für Biofeedback&Stresstherapie&Coachin: "Nur vier Personen gaben an, beschwerdefrei zu sein. Bereits nach einer Stunde Computerarbeit treten mittlere Augenbeschwerden, nach zwei bis drei Stunden Nackenbeschwerden auf."

Die Intensität der Probleme ist bei Frauen höher als bei Männern. Insgesamt aber sahen sich 55 Prozent der Befragten in einer maximalen Stressbelastung, einige befürchteten Burn-Out. Die Expertin: "Frauen sind stärker belastet als Männer. Sie rauchen auch mehr."

Vorbeugungsstrategien

Bei sechs Prozent an Personalaufwands-Kosten durch Krankenstände und Mindestausgaben von einem halben Jahresgehalt pro ausscheidendem Mitarbeiter sollten Unternehmen vermehrt auf Vorbeugungsstrategien setzen, betonte Dr. Sabine M. Fischer (Symfony Consulting). Programm, mit denen in Unternehmen sowohl die physische Gesundheit als auch das Stressmanagement gefördert werden, würden rund 70.000 Euro (sechs Monate) kosten, sich aber binnen ein bis zwei Jahren amortisieren.

Die Wiener Gebietskrankenkasse und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) haben ein Programm gestartet, bei dem solche Aktivitäten in Betrieben (vor allem Dienstleistungsbetriebe und für ältere bzw. mehrfach-belastete Beschäftigte) gefördert werden sollen. Fünf Betriebe sollen hier mit bis zu 80 Prozent ihres "Fit im Betrieb"-Programms gefördert werden.(APA)

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