Uni Graz: Rektorat mobilisiert "allerletzte Reserven"

19. Februar 2005, 14:56
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Rektor Gutschelhofer: "Spielraum ist klein" - Gastprofessuren sollen Situation auf Germanistik entschärfen

Graz - Studierende der Germanistik aber auch der Psychologie und Pädagogik klagen über unzureichende Studienbedingungen an der Universität Graz. "Soforthilfe" wurde am Donnerstagnachmittag von Seiten des Rektorates der Universität versprochen: Grundsätzlich sei der Spielraum ein kleiner, man werde aber "alle vorhandenen Möglichkeiten" ausschöpfen, um den Studierenden die größten Sorgen zu nehmen, hieß es in der Aussendung der Universität.

"Die allerletzten Reserven im Budget werden mobilisiert und den Fakultäten in den nächsten Wochen zur Verfügung gestellt", stellte Rektor Alfred Gutschelhofer in Aussicht. Die genaue Größenordnung der Maßnahmen werde in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Weitere Gesprächsrunden zwischen Lehre-Vizerektor Martin Polaschek und Studierendenvertretern sollen ebenfalls helfen, die Fragen zu klären.

Die interne Verteilung der zusätzlichen finanziellen Mittel an den Fakultäten selbst nehmen die Dekane vor. "Wir arbeiten intensiv daran, die Lage zu entschärfen", so Walter Höflechner, Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, bezüglich der Klagen am Institut für Germanistik. Dort wurde in den vergangenen Tagen gegen die langen Wartelisten bei der Diplomarbeitsbetreuung protestiert. Weiters würden zwei Professorenstellen fehlen und zwei Dozenturen vakant sein. In Einführungs-Proseminaren wiederum würden sich 60 Studenten in Räumen drängen, die für 30 Leute konzipiert sein. Hier sollen laut Höflechenr "regelmäßige" Gastprofessuren die Kontinuität und die Betreuung von Diplomarbeiten gewährleisten und Engpässe mildern. Ebenfalls bemühe man sich, Lösungen für rund 30 Pädagogik-Studierenden zu finden, die in der Einführungslehrveranstaltung nicht untergekommen sind. (APA)

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