Jürg Amann für "Pornographische Novelle" mit "Floriana 2004" ausgezeichnet

10. Oktober 2004, 21:45
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Literaturpreis mit 7.000 Euro dotiert - Insgesamt 184 Einreichungen

St. Florian - Der Schweizer Autor Jürg Amann wurde für seine "Pornographische Novelle" mit dem Literaturpreis "Floriana 2004" ausgezeichnet. Der mit 7.000 Euro dotierte Preis wurde Samstagabend bereits zum sechsten Mal in St. Florian bei Linz vergeben. Das Thema der Veranstaltung war "Wasser Feuer Lust". Der zweite Preis ging an Marcus Orths aus Deutschland, die Grazerin Lilly Jäckl erschrieb den dritten Platz.

Aus den deutschsprachigen Ländern wurden insgesamt 184 Einreichungen eingesandt. Neun Teilnehmer waren von 30. September bis 2. Oktober in St. Florian eingeladen, um ihre literarischen Arbeiten zu präsentieren. Die Jury am meisten beeindruckt hat der Schweizer Jürg Amann mit seiner Beschreibung einer "kalten leidenschaftlichen Begegnung eines Mannes mit einer Frau". Der Text war laut Veranstalter zwar "hochriskant", aber "mit virtuoser Sprachbeherrschung" geschrieben worden.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt der Deutsche Marcus Orths für seinen Text "Konrad spricht". Darin geht es laut Jury um den inneren Monolog einer Frau, in dem "in präzise durchrhythmisierter Prosa mit großer sprachlicher Genauigkeit eine scheinbar alltägliche Situation ins Aberwitzige gesteigert wird". Für ihren Text "wasser feuer lust - alles im kanal" erhielt die Grazerin Lilly Jäckl den mit 2.000 Euro dotierten dritten Preis. Jäckl hatte sich "in literarisch experimenteller Form mit der schönen neuen Medienwelt auseinander gesetzt, wobei die Wirklichkeit zum Ausnahmezustand wird", so die Jury. (APA)

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