Mikrochirurgen im AKh Linz retteten zerfetzte Hand

26. September 2004, 19:12
1 Posting

Oberösterreicher hatte in Kunststoff-Schneidemaschine gegriffen

Linz - In einer mehrstündigen Operation gelang es Chirurgen des Linzer Allgemeinen Krankenhauses (AKh) am Freitag, die Hand eines 22-jährigen Arbeiters zu retten. Der Mann aus Asten (Bezirk Linz-Land) hatte sich mit einer Kunststoff-Schneidemaschine den linken Zeigefinger und den halben Daumen abgetrennt. Mittel- und Ringfinger hingen an Hautfetzen, die Innenfläche der Hand war samt der Gefäß-Nervenversorgung zerstört worden. Das gab das AKh Linz am Samstag in einer Aussendung bekannt.

Der 22-Jährige war Freitagnachmittag mit dem Rettungshubschrauber in das AKh Linz gebracht worden. Sein von der Maschine abgetrennter Zeigefinger wurde laut Presseaussendung von einem Arzt "in einem Sackerl fachgerecht gekühlt mitgebracht". Unter dem Mikroskop wurde der Verletzte von einem Chirurgen-Team mehr als acht Stunden operiert, um die durchtrennten Nervenenden wieder zu verknüpfen und die Gefäße zu verschließen.

Dazu wurden laut Oberarzt Andreas Kastner intakte Venen aus dem unverletzten Unterarm "ausgebaut" und als "Überbrückung" in die Hand transplantiert. Die Finger der Hand konnten bis auf zwei Glieder des Zeigefingers wieder angenäht werden. Inwieweit die Hand des Arbeiters wieder Funktion erlangen wird, kann laut Kastner derzeit nicht abgeschätzt werden. (APA)

Share if you care.