Handy-Verbot in norwegischen Gefängnissen

21. September 2004, 21:03
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Keine Ausbruchspläne via Mobiltelefon

Das bisher in Norwegens Gefängnissen trotz Verbots geduldete Telefonieren mit Handys soll ab sofort mit aller Härte unterbunden werden. Die Mobiltelefone sollen nach einem Beschluss der Regierung in Oslo eingesammelt und der Empfang zudem mit Störsendern erschwert werden, teilte das Justizministerium am Mittwoch mit.

"Es gibt auch mehrere Beispiele von Drogenschmuggel in Gefängnisse, der mit Handys koordiniert wurde "

Damit solle verhindert werden, dass via Handy Ausbruchspläne geschmiedet oder Verbrechen außerhalb des Gefängnisses geplant werden. "Es gibt auch mehrere Beispiele von Drogenschmuggel in Gefängnisse, der mit Handys koordiniert wurde ", erklärte Andreas Skulberg vom Justizministerium.

31 Mobiltelefone konfisziert

In diesem Jahr seien bereits 31 Mobiltelefone konfisziert worden. Ab sofort bekämen alle Hochsicherheitsgefängnisse Handy-Detektoren. Da dies aber keine vollständige Sicherheit garantiere, würden auch Störsender angebracht. Bei der Suche nach effektiveren Methoden bei der Telefonsuche gebe es Kooperationen mit Schweden. "Wir hoffen, dass das erste Pilotprojekt im Mai funktioniert", sagte Skulberg. Von dem Verbot seien neben den Gefangenen auch Gefängnispersonal, Anwälte und andere Besucher betroffen. (APA)

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