Moussaoui darf Al-Kaida-Verdächtige befragen

15. September 2004, 14:12
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Berufungsgericht: Aussagen müssen schriftlich eingeholt werden

Washington - Der im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA angeklagte Terrorverdächtige Zacarias Moussaoui darf mögliche Entlastungszeugen aus den Reihen der Terrororganisation Al Kaida befragen. Die Aussagen der ebenfalls in den USA Inhaftierten dürften aber nur schriftlich eingeholt werden, entschied ein Berufungsgericht am Montag. Die Richter stellten außerdem klar, dass die US-Regierung im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe gegen Moussaoui beantragen kann.

Moussaoui will mit Hilfe der Zeugen beweisen, dass er nicht an den Terrorattacken vor drei Jahren beteiligt war. Washington wirft dem Angeklagten, einem Franzosen marokkanischer Abstammung, Verschwörung mit den 19 Selbstmordattentätern vom 11. September vor. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er einen Anschlag mit einem Flugzeug auf das Weiße Haus verüben sollte. (APA/AP)

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