Nicht ganz bei Trost, die Drehbuchautoren von "Trautmann"

30. Oktober 2004, 14:00
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Beim Drehbuch haben sich, für ORF-Produktionen schon selbstverständlich, Fehler eingeschlichen

Wie man am Sonntag im ORF begutachten konnte, ist zwar bei Trautmann - Alles beim Alten. Die jüngste Folge dieser Reihe nach einer Idee von Ernst Hinterberger begann aber erheblich zu krampfen. Nicht nur, dass die Charaktere zunehmend unter der Krankheit der österreichischen TV-Verkabarettisierung zu leiden haben. Kripoassistent Simon "Burschi" Schwarz gibt den Wasserträger von "Trautmann" Wolfgang Böck jetzt endgültig als Kopie des im Diskont wuchtelnden Roland "MA 2412" Düringer.

Auch beim Drehbuch haben sich, für ORF-Produktionen schon selbstverständlich, Fehler eingeschlichen, die bei so einer grundsätzlich guten Krimireihe einfach nicht sein dürfen.

Drei Beispiele:

1. Eine junge, zart intellektuell wirkende Frau (unser Mordopfer) versteckt einen erheblichen Lottogewinn 2004 daheim in der Wohnung. In bar. Weil sie sich "von den Banken" nicht "berauben" lassen will - und sie erzählt das dann auch noch in der Gegend herum.

2. Der Mörder, ein unbedarfter Flohmarktverkäufer mit Spielschulden, wird über Nacht zum durchtriebenen Meister der tausend Masken.

3. Die kleine Tochter des Mordopfers, einzige Augenzeugin des Verbrechens, wird kurz nach ihrer Rettung nachts in einem Einzelzimmer eines Kinderkrankenhauses schwer traumatisiert allein liegen gelassen, damit der Mörder...

Wer gibt solchen Drehbüchern den letzten Segen? Der Schluss war natürlich sehr lustig: "Ja, bist denn du deppert?!" (schach/DER STANDARD, Printausgabe, 14.9.2004)

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    foto: orf
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