Picasso-Schmuggel an österreichischer Grenze aufgeflogen

14. September 2004, 20:20
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51-Jähriger wollte Picasso zur Restaurierung nach München bringen

Bregenz - Ein 51-jähriger Deutscher ist am Dienstagabend beim versuchten Schmuggel eines Picasso-Gemäldes an der Grenzkontrollstelle (Greko) Hohenems aufgeflogen. Der Deutsche wollte das Picasso-Bild "Russischer General" nach eigenen Angaben nach München zur Restaurierung bringen. In der Schweiz hatte der Mann eine Freischeinabfertigung gemacht, auf der österreichischen Seite des Rheins das Bild aber nicht deklariert, bestätigte Peter Pongratz, Kommandant der Greko. Der Versicherungswert des Gemäldes beläuft sich auf 1 Mio. Euro.

Bei Zollmeldung muss unter Umständen nur Kaution hinterlegt werden

Der 51-Jährige ist nicht der Besitzer des Gemäldes, sondern ein Freund des Eigentümers. Hätte der Mann das Bild auch in Österreich beim Zoll gemeldet, hätte er unter Umständen nur eine Kaution hinterlegen müssen, die er bei der Ausfuhr aus Österreich wieder rückerstattet erhalten hätte. So aber kann den 51-Jährigen die Angelegenheit teuer zu stehen kommen. Bei derartigen Vergehen sind Geldstrafen bis zum Doppelten der zu entrichtenden Steuer - in diesem Fall also 200.000 Euro - möglich. Beamte des Zollamts Innsbruck ermitteln. (APA)

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