Cheney warnt vor "falscher Entscheidung" am Wahltag

8. September 2004, 17:10
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Abwahl Bushs steigere Gefahr eines Terroranschlages - Edwards verurteilt Verängstigungs-Taktik

Des Moines - US-Vizepräsident Dick Cheney hat unter Hinweis auf drohende Terror-Anschläge vor einer "falschen Entscheidung" bei der Präsidentschaftswahl am 2. November gewarnt. Bei einem Wahlkampfauftritt im US-Staat Iowa deutete der Stellvertreter von Präsident George W. Bush an, falls Bush abgewählt würde, würde die Gefahr eines Terroranschlags steigen.

"Wenn wir am 2. November die falsche Entscheidung treffen, besteht die Gefahr, dass wir wieder angegriffen werden", sagte Cheney den 350 Zuhörern im Rathaus von Des Moines. Wenn Bushs demokratischer Herausforderer John Kerry gewählt würde, drohe ein Rückfall in die Anti-Terror-Politik aus der Zeit vor dem 11. September 2001.

Damals sei auf Anschläge immer erst nachträglich reagiert worden, während Präsident Bush die Terroristen dort angreife, wo sie ihre Taten vorbereiteten.

Edwards verurteilt Verängstigungs-Taktik

Der Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten, John Edwards, hat die Äußerungen von US-Vizepräsident Dick Cheney scharf verurteilt, wonach bei einer "falschen Entscheidung" bei der Präsidentschaftswahl am 2. November die Gefahr eines Terroranschlags steige. Cheney habe mit seiner "Verängstigungs-Taktik" eine Grenze überschritten, so Edwards, der die Erklärung Cheneys auch als "unamerikanisch" kritisierte.

"Cheney sagt zu den Amerikanern, wenn sie bei den Präsidentschaftswahlen jemand anderen als die Republikaner wählen und ein neuer Terroranschlag verübt wird, sei dies dann ihre Schuld", reagierte Edwards bei einem Wahlkampf-Auftritt in Ohio. "Das ist unamerikanisch. In Wirklichkeit zeigt das einmal mehr dass sie alles tun und sagen werden nur um ihre Jobs zu behalten". Ein Präsident Kerry würde für Amerikas Sicherheit sorgen, ohne das Land dafür zu spalten. (APA)

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    Dick Cheney, Vizepräsident

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